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Glaubwürdigkeit Russlands

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  • wolli_l
    hat ein Thema erstellt Glaubwürdigkeit Russlands

    Glaubwürdigkeit Russlands

    Moin allerseits,

    momentan bin ich ziemlich erschüttert ob der o.g. Frage.

    Noch vor Kurzem hat mich recht erfreut, dass Russland - aus meiner Sicht - eine gewisse Annäherung bezüglich "westlichen" Empörungen zeigte. Insbesondere hatte ja Präsident Putin die russischen Steitkräfte angewiesen, Frankreich wie einen Verbündeten anzusehen. (Link erspare ich mir hier, kann ich aber wohl auf Anfrage nachreichen). Dies erweckte in mir die Hoffnung, dass Russland - in gewissem Maße - "dem Westen" eine Zusammenarbeit anbot, um in Syrien endlich mal "zu Potte" zu kommen. Dies gemeint in dem Sinne, eine Situation zu schaffen, in der zunächst mal eine Art "Waffenstillstand" - wie auch immer geartet - zustande kommen möge.

    Insofern war ich ziemlich enttäuscht, dass "der Westen" seine Sanktionen gegen Russland verlängerte. Ich hätte mir damals - insofern - eher ein Entgegenkommen "des Westens" derart gewünscht, dass die Sanktionen vielleicht durchaus verlängert, aber gleichzeitig spürbar abgemildert worden wären.

    Aktuell nehme ich nunmehr zur Kenntnis, dass die syrische Stadt Aleppo von syrischen/russischen Militärs offenbar massiv angegriffen wurde, jedenfalls gemäß dieser SPIEGEL-Meldung.

    Dem gegenüber stellt Sputniknews diese Aktivitäten doch eher positiv dar.

    Zudem ist mir recht sauer aufgestoßen, dass sich der russische Außenminister für "unser Mädchen" stark gemacht hat. Der Fall ist ja kompliziert und ggf. delikat. Bei der genannten Person handelt es sich - meiner Kenntnis nach - um eine deutsche Staatsbürgerin. Was geht - bitte - Herrn Lawrow dies insofern an? Diesbezüglich beschleicht mich eine gewisse "Unruhe" dahingehend, dass Russland sich auch schonmal dahingehend äußerte, sich für russische/russischstämmige Bewohner der Ost-Ukraine "starkmachen" zu müssen. Insofern bin ich - tendenziell derzeit - der Meinung, die Wehrpflicht in Deutschland muss rasch wieder eingeführt werden - allein vorsichtshalber.

    Nach Abwägung der o.g. Darstellungen habe ich meine bisherige Meinung, die Sanktionen gg. Russland abzumildern, aktuell revidiert und bin nunmehr der Ansicht, sie sind - in dieser Schärfe - aktuell gerechtfertigt.

    Liege ich richtig? Sehe ich das falsch? Ihre/Eure Sichtweisen interessieren mich. Vielen Dank vorab und LG, -wolli_l-
    Zuletzt geändert von wolli_l; 08.02.2016, 22:23.

  • amsa65
    antwortet
    Die aktuellen Russlandsanktionen treiben wieder neue Stilblüten aus. Die USA verbieten ab jetzt (Stand Mitte September 2017) ihren eigenen Behörden Kaspersky-Software zu verwenden. Ich finde es besonders amüsant, weil ich persönlich lieber russische Anti-Virus-Software verwende als US-Software. Vermutlich haben die Amis bei anderer Software, die von den US-Geheimdiensten manipulierbarer ist, nun den Vorzug gegeben. Ich vermute mal, dass Kaspersky kein Schlupfloch für US-Geheimdienste einrichten möchte und deswegen soll sie verbannt werden. Meine Antwort: jetzt erst recht Kaspersky!

    Hier der Bericht von den Deutschen Wirtschafts Nachrichten:

    https://deutsche-wirtschafts-nachric...len-behoerden/



    US-Regierung verbannt Kaspersky-Software aus allen Behörden

    Deutsche Wirtschafts Nachrichten | Veröffentlicht: 14.09.17 11:43 Uhr


    Die US-Regierung hat alle Behörden aufgefordert, Software-Programme von Kaspersky innerhalb von 90 Tagen zu deinstallieren.


    Die US-Regierung verbietet den eigenen Behörden wegen die Nutzung von Produkten der populären russischen Softwarefirma Kaspersky, berichtet Reuters. Der Einsatz von Anti-Virus-Software von Kaspersky könne die nationale Sicherheit gefährden, begründete die Regierung von Präsident Donald Trump ihre Vorgabe am Mittwoch. Man sei besorgt, dass Kaspersky anfällig für eine Einflussnahme durch die russische Regierung sei.

    Russland kritisierte den Schritt. Er könne eine Erholung der bilateralen Beziehungen erschweren, teilte die russische Botschaft in Washington mit. Die Entscheidung sei nach einer Risikoanalyse getroffen worden, sagte Rob Joyce, im US-Präsidialamt zuständig für Cyber-Sicherheit. Kaspersky erhalte nun die Möglichkeit, schriftlich Stellung zu nehmen.

    Das Heimatschutzministerium forderte die Behörden auf, den Gebrauch der Software binnen 90 Tagen zu beenden. Die amtierende Heimatschutzministerin Elaine Duke sagte, dass die russischen Geheimdienste per Gesetz dazu ermächtigt seien, Unterstützung von Kaspersky einzuholen.

    Bereits im Juli hatte die US-Regierung die Nutzung der Virenprogramme eingeschränkt. Die Beschaffungsbehörde GSA strich die Firma damals von einer Liste zugelassener Anbieter für Produkte für die Internetsicherheit.

    Die weltweit aktive Softwarefirma, die zu den bekanntesten Anbietern im Bereich Cyber-Sicherheit gehört, wies die Vorwürfe zurück und erklärte, diese beruhten auf falschen Anschuldigungen und fehlerhaften Annahmen. Das Unternehmen hat wiederholt beteuert, keine Beziehungen zu Regierungen zu unterhalten und niemals einer Regierung bei Cyber-Spionage zu helfen. In der vergangenen Woche hatte der größte US-Elektronikhändler Best Buy bekanntgegeben, die Produkte der russischen Firma aus den Regalen zu nehmen.

    Die Maßnahme der US-Regierung ist im übergeordneten Rahmen der zunehmenden Spannungen zwischen beiden Staaten zu verstehen. Jüngster Höhepunkt der Auseinandersetzungen war der Beschluss zu weitreichenden Wirtschaftssanktionen gegen russische Unternehmen im Energiebereich im August.

    Kaspersky bietet auch im deutschsprachigen Raum Programme zum Schutz von PCs und mobilen Geräten an. Zu seinen Kunden zählt das 1997 gegründete Unternehmen nach eigenen Angaben mehr als 400 Millionen Privatpersonen und rund 270.000 Unternehmen.

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  • lmft33
    antwortet
    Diesen schon älteren Thread möchte ich mal reanimieren, um ein interessantes Thema zu diskutieren, über welches ich kürzlich gestolpert bin.

    Die wenigsten Leser hier werden schon mal von der sogen. "kommunistischen Langzeitstrategie" der Russen gehört haben. Das Thema wird im deutschsprachigen Raum von dem eher unbekannten Autor Thorsten Mann u.a. in seinem Buch "Weltoktober" beleuchtet, aber auch der bekanntere Oliver Janich greift dieses Thema auf. Kern der unglaublichen Thesen ist, dass die Kommunisten den Zusammenbruch der UdSSR nur inszeniert haben, tatsächlich ist heute eine Gefahr des Kommunismus aus dem Bewusstsein der westlichen Welt verschwunden. Gleichzeitig soll die Unterwanderung von Schlüsselinstitutionen in der westlichen Welt und dadurch eine subversive Umerziehung und Verbreitung linker Ideologien erfolgen.

    Zugegeben, das Ganze klingt selbst für Cashkurs-Leser nach Verschwörungstheorie, die Thesen stützen sich im Wesentlichen auf die Veröffentlichungen ranghoher Mitglieder der UdSSR(Juri Bezmenov, Anatoli Golizyn und Jan Sejna), welche lange vor dem Mauerfall übergelaufen sind. Um einen Einstieg in diese Thematik zu finden, empfehle ich das Interview mit dem angesprochen Autor Thorsten Mann und das bereits 1984 geführte Interview mit dem übergelaufenen Ex-KGB-Agenten Bezmenov durch Edward G.Griffin, Autor des Buches über die FED "Die Kreatur von Jekyll Island" :

    https://www.youtube.com/watch?v=60gc6c8n4Jc

    https://www.youtube.com/watch?v=oM09w4ruaB4

    Meine vorsichtigen Formulierungen lassen schon erkennen, dass ich mir selbst noch keine abschließende Meinung dazu gebildet habe, weil es einfach zu unglaublich klingt und das eher defensive Handeln von Putin nicht zu dieser Strategie passt. Vielleicht können wir hier darüber diskutieren und uns ein genaueres Bild davon machen.
    Zuletzt geändert von lmft33; 31.08.2017, 17:20.

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  • Pleite
    antwortet
    Na schau mal einer an:

    Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat nach Erkenntnissen der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) möglicherweise selbst Senfgas hergestellt, das bei Angriffen in Syrien und im Irak eingesetzt wurde. Das lege die Untersuchung von Proben durch OPCW-Experten nahe, sagte der Leiter der Organisation, Ahmet Üzümcü, am Freitag in Den Haag in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP. Unterdessen gingen die Kämpfe in Syrien weiter.
    https://www.welt.de/politik/ausland/...riffe-her.html

    Würde es diese Meldung auch mit einer H. Clinton als zukünftige Präsidentin geben ?

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  • amsa65
    antwortet
    Merkwürdigerweise sind die Russlandsanktionen noch von keiner Seite angesprochen worden. Ich warte jeden Tag darauf, dass die endlich gestrichen werden! Wenn wir Handel mit Russland betreiben, ist kein Platz mehr für Kriegsgelüste. So einfach ist das.

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  • Pleite
    antwortet
    So, die Erde hat sich weitergedreht und vor einer Woche wurde Hr. Trump gewählt.

    Es sind bereits jetzt sehr positive Entwicklungen zu beobachten, die mich darauf hoffen lassen, dass sich die Beziehungen zwischen Russland und 'dem Westen' normalisieren werden.

    13.11.2016
    Die Anordnung von US-Präsident Barack Obama an das Pentagon, ab sofort auch die al-Nusra-Front anzugreifen, zeigt Wirkung.
    https://deutsche-wirtschafts-nachric...m-soeldner-an/

    15.11.2016
    Mal sehen, wann die CIA 'You are fired' zu hören bekommt:
    Die Schwächung der Söldner hängt auch mit der Niederlage von Hillary Clinton zusammen: Clinton war von den Saudis finanziert worden. Die CIA hatte die Leitung der Söldner-Einsätze. Zuletzte hatte die CIA offen mit verdeckten Operationen gegen die Syrer und Russen gedroht. Doch nach dem Wahlsieg von Donald Trump muss die CIA die Lage neu bewerten. Obwohl ein Geheimdienst eigentlich in der Lage sein sollte, Ereignisse zu antizipieren, wurde auch die CIA von Trump-Sieg völlig überrascht.
    https://deutsche-wirtschafts-nachric...ner-in-syrien/

    ... und ...

    Der russische Präsident Wladimir Putin und sein künftiger US-Kollege Donald Trump streben nach eigenen Angaben eine konstruktive Partnerschaft an. Dazu gehöre auch der Kampf gegen den internationalen Terrorismus und Extremismus, teilte das russische Präsidialamt am Montag in Moskau mit. Hier müssten die Anstrengungen beider Staaten verknüpft werden. Darüber seien sich beide in ihrem ersten Telefonat seit der US-Wahl am 8. November einig gewesen. Putin habe Trump einen partnerschaftlichen Dialog angeboten, hieß es in der russischen Erklärung. Die Grundlage dafür seien gegenseitiger Respekt und die Nicht-Einmischung in die jeweiligen internen Angelegenheiten.
    https://deutsche-wirtschafts-nachric...and-und-china/

    Bin gespannt, wie der Kurswechsel in den deutschen Medien präsentiert wird.

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  • lmft33
    antwortet
    Das ist die unmissverständliche Antwort auf die antirussische Politik des Westens und insbesondere EUropas:

    https://www.unzensuriert.at/content/...n-restaurieren

    Eine Rückbesinnung auf Selbstbestimmtheit frei von Washingtons Gnaden und die Fähigkeit eigene Entscheidungen zu treffen.
    Zuletzt geändert von lmft33; 24.09.2016, 13:19.

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  • lmft33
    kommentierte 's Antwort
    In diesem Zusammenhang sollte man sich die natürlich völlig unpolitischen Ergebnisse des Recherchenetzwerks Correctiv zu Gemüte führen, das dafür auch noch den Grimme-Preis erhielt.

    Der investigative Journalist Billy Sixx hat die Beweise und Zeugenaussagen mal einem Stresstest unterzogen und das Netzwerk mit seinen Ergebnissen konfrontiert:

    https://www.youtube.com/watch?v=XbEb9O6QOVs

  • Pleite
    kommentierte 's Antwort
    Gar nicht so leicht, das Video zu finden:
    https://www.youtube.com/watch?v=TuXFWR9o9Vo

  • Pleite
    antwortet
    Inzwischen spielt die MH-17 / MH17 Geschichte in der Berichterstattung keine Rolle mehr.
    Hinter den Kulissen jedoch schon, wie folgende Meldungen zeigen:

    Radar-Aufzeichnungen über Abschuss MH17 aufgetaucht
    [...]
    Der Herstelller von BUK-Raketen, Almaz-Antey, hat überraschend Rohmaterial von Radar-Aufzeichnungen des Abschusses des malaysischen Passagierflugzeuges MH17 vorgelegt. Wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung schreibt, enthalten die Dokumente alle relevanten Informationen von der Zeit des Abschusses. Wenn das zutrifft, dann könnten die Radar-Bilder wichtige Informationen über den Hergang des Abschusses liefern. Sie müssten zeigen, ob die Maschine von der BUK-Rakete aus dem Ort Sneschnoje abgefeuert worden sei. Dies ist der Ort, von dem die niederländischen Ermittler aktuell ausgehen. Sie sollten aber auch zeigen, ob sich andere Flugzeuge in der Nähe von MH17 befunden haben.
    [...]
    Die niederländische Untersuchungskommission will am 28. September den Ort bekanntgeben, von dem aus die BUK ihren Erkenntnissen zufolge abgefeuert wurde.
    (deutsche-wirtschafts-nachrichten.de)

    MH-17 Ermittler Resch
    Der BGH 'bringt mich in Lebensgefahr'
    [...]
    Resch hat dafür seine ganz eigene Theorie: Ende September wollen die internationalen Ermittler in Den Haag einen Bericht veröffentlichen, der sich mit den strafrechtlichen Konsequenzen der Tragödie um MH-17 auseinandersetzt. Was ist, wenn seine Informationen den offiziellen Bericht in Frage stellen oder gar widerlegen?
    (t-online.de)

    Es geht in die nächste Runde im blame game und am Ende werden wir wohl nicht schlauer sein, als zuvor.

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  • Pleite
    antwortet
    In einer westlichen Doku über Russland aus den letzten 2 Jahren wurde ein russischer Rentner auf die laufende Propagandaschlacht (Ukraine) angesprochen. Weise wie er war, kannte er die Wahrheit und verkündete sie lächelnd: "Eure Politiker lügen, unsere Politiker lügen, alle Politiker lügen."

    Die Frage nach der Glaubwürdigkeit aller Beteiligten stellt sich mir spätestens seit den Ereignissen um den Euro-Maidan, MH17 Absturz und die Krim.
    Jetzt kommt MH17 wieder auf die Tagesordnung, wo ich übrigens noch immer und wahrscheinlich vergeblich auf einen neutralen Abschlussbereich warte:

    (deutsche-wirtschafts-nachrichten.de)

    Wenn man bedenkt, dass noch 2012 die Europameisterschaft in Polen und der Ukraine ausgetragen wurde ...

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  • wolli_l
    kommentierte 's Antwort
    Ja, es ist in der Tat 'skurril'. Eigentlich gehört Assad 'weg', das sehe ich ja ebenso. Wenn man dies 'realpolitisch' aber 'nur' über den 'Umweg' einer zeitlich begrenzten Duldung des Assad-Regimes erreichen kann (weil man die Russen braucht und die das so wollen - ohne die scheint es mir kaum möglich zu sein), muss man evtl. (Betrachtung der Glaubwürdigkeit solcher russischen Vorschläge, s.o) eine solche 'Kröte schlucken', um letztlich zum Ziel zu kommen.

  • amsa65
    antwortet
    wolli_l

    Wenn Merkel auf ihr Volk Bomben werfen würde, nur weil das Volk sie absetzen will, weiß ich nicht, ob es noch einen Grund geben sollte, so jemanden im Amt zu lassen? Nichts anderes hat Assad im Arabischen Frühling getan. Und mit solch einem Anführer will Russland den von den USA erschaffenen IS beseitigen? Ist doch irgendwie skuril, oder?

    Ob Putin in Syrien etwas ändern kann, wird sich zeigen. Ich kann mich noch an den ergebnislosen Krieg Russlands in Afghanistan Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre erinnern. Die Russen sind irgendwann frustriert abgezogen. Dann kamen später die Amerikaner und haben auch nichts erreicht.
    Zuletzt geändert von amsa65; 18.02.2016, 10:26.

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  • wolli_l
    kommentierte 's Antwort
    Was Assad anbetrifft, gefällt mir das ebenso nicht. Allerdings hatte Putin - wenn ich mich recht erinnere - vor einiger Zeit zwar Assads Stützung verkündet, gleichwohl aber eingeräumt, dass er freien Wahlen - im Hinblick auf eine Nachfolgeregierung - aufgeschlossen gegenüberstehe.
    Im Gegensatz zu dem 'harten' Standpunkt ('Assad muss weg!' - vertreten insbesondere 'vom Westen') könnte ich Putins Vorschlag gerade noch billigen. Manchmal muss man 'Kröten schlucken', um Kompromisse zu erzielen...

    Das Problem ist aus meiner Sicht indes, dass man nicht wirklich beurteilen kann, ob dieser Vorschlag verlässlich ist. Immerhin scheint Putin es mit Verträgen und Statements so genau nicht zu nehmen, wenn ich mir seine Aktivitäten auf der Krim (offensichtlicher Bruch des Budapester Memorandums) und in der Ukraine (offensichtliche Förderung bzw. mindestens Wohlwollen gegenüber den Separatisten in der Ostukraine) anschaue.

    Äußerst unschön und auch beunruhigend, das Ganze.

  • amsa65
    antwortet
    Ich muss zugeben, dass ich momentan nicht weiß, wie man Russland zur Zeit richtig einschätzen kann oder wie der Warheitsgehalt deren Außenkommunikation ist. Auch ist mir in der Medienlandschaft zur Zeit nicht klar, wer hier wirklich neutral über Russland berichtet. In diesen Zeiten ist ein gesundes Misstrauen sicherlich notwendig.

    Früher sah ich Putin eher als Despoten, zwar gemäßigt, aber dennoch ein Despot mit gewissem Herrschaftsstreben und diktatorischen Elementen. Dass er warscheinlich auch gewisse Systemkritiker ausgeschaltet hat, zeigt, dass er mit aller Macht seine Vorstellungen umsetzen will. Auch Menschenrechtsverletzungen (aus westlicher Sicht) stehen höchstwarscheinlich auf seinem Konto. Und die ständigen Herrschaftswechsel mit Medwedew dürften auch mit westlichen Demokratieverständnich wenig zu tun haben. Aber auf der anderen Seite muss man sehen, dass in seiner Amtszeit ein Dauerfrieden zum Westen herrscht! Und wenn man die langen Jahre des kalten Krieges kennt, weiß man, wieviel das wert ist!

    Sicherlich ist auch die Sichtweise vom Ex-Schachweltmeister Garry Kasparow ganz interessant. Er ist schon seit Jahren aktiv gegen Putin unterwegs. Hier ist seine Sicht der Dinge:
    http://www.deutschlandradiokultur.de...icle_id=333994

    Was aber zur Zeit in Syrien geschieht, ist mir persönlich absolut rätselhaft. Es ist sehr schwer dem allen zu folgen. Es sollen sich laut einem Medienbericht inzwischen 41 Nationen an den Außeinandersetzungen dort beteiligen. Und jede Nation hat dort ihr Eigeninteresse und bastelt sich seine eigene Warheit zusammen. Auch Russlands Warheit wird entsprechend gefärbt sein - wen wundert das? Und was ist hier Propaganda und was nicht? Inzwischen kämpft dort jeder gegen jeden und genauso sieht es auch medial aus. Deutschland sollte sich dringend aus solch' einem Krieg heraus halten!

    Was mich persönlich aber nach wie vor sehr ärgert ist die Tatsache, dass Putin immer noch den Diktator Assad stützt. Denn mit Assad hat der ganze Kollateralschaden angefangen.

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