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Blackrock

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  • Blackrock

    Was seh ich nun ständig in den Medien? Blackrock! ??? Hmmmmm! Hört sich nach Heavy Metal an! Das wird dem Dirk Müller sicher gefallen! Bäng - bäng – bäng!
    Oder sollte es sich doch um schwarze Gesteinsbrocken handeln? Wenn ja, dann sollten sie baldigst zentnerschwer auf das Gewissen der verantwortlichen Black Rocker runterplumpsen.
    Ich kann es nicht lassen und muss da noch musikalisch oder auch satirisch was nachlegen. Wenn ich, der ich da nicht zugehöre, mir die Rockerszene anschaue, unterscheidet sich diese Volksbeglückung vom Jazz insb. durch Anmache. Musik muß da zwingend durch Protest gegen alles mögliche, Bodennebel, Hopseinlagen, Gitarre küssen, Omas + Opas schrecken, usw. begleitet werden. Seht mir nach, daß ich die weitaus heftigeren Akte nicht geschildert habe. Konnte ich auch nicht, weil ich mir das Affentheater selten zuführe. Na ja, wem es gefällt, für den ist es halt das Größte.
    Nun will ich aber mal wieder etwas Verbindliches sagen, was mir der IP vom Drachenwald gesagt hat. IP ist nur sein Nick! Er heißt ganz anders. Er meinte in einem Disput betr. Musik: "Jeder versinkt in selbige und bleibt bei der Musik, die ihm zuerst ins Gemüt verpflanzt worden ist."
    Bei mir war es halt Jazz, so etwa 1954, da kam einfach nichts Tolles mehr hinterher.
    Bei mir also nix mit Blackrock, Heavy Metal & Co!
    Noch was zur Aufheiterung, bevor mir die Rockfans an die Gurgel gehen:
    Mein Vater hat mich anno 1950 aus OOe (Mutter Österreicherin und o.B.) ins Altreich zurückverfrachtet. Musik war dann für mich sehr schwierig. Die Klassenkameraden hatten offensichtlich schon Begegnungen mit Noten gehabt, welche mir trotz Heimat von Mozart, Strauss, Beethoven im K&K-Reich noch nie untergekommen waren. Dann mußte ich auch noch feststellen, daß es mir nie gelungen ist, auch nur irgendeine ohrfreundliche musikalische Struktur aus diesen Golfschlägern auf dünnen Linien herzuleiten.
    I
    m Musiksaal wurden wir zum Stehen ermuntert und sollten "Der Jäger aus Kurpfalz", "Es klappert die Mühle am rauschenden Bach" und "Die Gedanken sind frei" daherträllern.

    Das waren nun eigentlich die richtig originalen deutschen Heimatlieder, nicht die nachgemachten vom Heino, also die, welche die japanischen Touristen heute wesentlich besser kennen und können, als der deutsche Gegenwartsmichel.
    Ich weiß es nicht so recht einzuordnen, warum da bei mir der Wille zum Mitsingen so sehr streikte. Wut gegen die mir von oben auferlegte, nicht selber ausgesuchte Musikordnung, die mir klanglich überhaupt nicht passte? Pubertärer Protest? Egal, mein Gesangstalent war nun wirklich nicht dazu auserkoren, im Schulchor mitzuwirken. Fand ich auch klasse, alldieweil ich dadurch mehr Zeit für meine Dinge hatte.Die Note im Fach Musik war mit Vier recht gnädig und trotz einiger Besuche von Jazzkellern hätte ich mir selber eher eine Fünf gegeben. Denn geniessen konnte ich die noch recht hausbackenen wilden Bands zwar, aber meine eigenen Versuche mit meinem Lieblingsinstrument Trompete brachten mir selbst nur Halsschmerzen ein und wurden bald beerdigt.
    Dann gab es einen neuen Musiklehrer, einen von der rückwärts völlig entrückten Sorte, der das Stehendträllern weiterer Volkslieder dermassen auf die Spitze trieb, daß ich irgendwann mal laut dazwischenrölpste. Natürlich frage ich mich heute, ob mir das damals denn ungewollt passiert war. Psychologen würden das wahrscheinlich verneinen, denke ich. Aber dem Musikus im Saal war das völlig egal, der griff mich heraus, zerrte mich ganz nach vorne in den freien Raum, direkt neben das schwarze Klavier, gestiftet von der Frau vom Schubert. Oder sollte das doch eher von der Frau vom Schumann stammen. Die beiden kegle ich halt leider, leider immer noch durcheinander.
    Jedenfalls packte mich der Herr der Melodien bei meinem damals noch üppigen Haupthaar, wirbelte mich ein paar mal um sich herum und schickte mich dann laut brüllend zur "Strafe" aus dem Raum. Die Note in Musik auf meinem nächsten Zeugnis war denn auch nicht mehr steigerungsfähig. Die Schulnoten sind im Gegensatz zur Erdbeben-Richterskala wohl zum Leidwesen dieses meines damaligen Musikinstruktors nach oben hin begrenzt.
    Bald danach kam ein etwas freundlicherer Musikvermittler zum Zuge und ich konnte mit selbst mitgebrachtem Plattenspieler L. Armstrongs Hot Five und Seven vorspielen.
    Diesem netten Lehrer danke ich auch heute noch.
    Und natürlich auch dem Satchmo für diese wundervollen Jugenderlebnisse vor jeglichem Rock + Pop.




  • #2
    Da dachte ich beim Anklicken des Podcast Dirk Müller mit Hämatom, ich krieg mal schwer-metallische Dinger ins Ohr gedröhnt. War nicht so, da muß mir der Mr. Dax mal einen Link zu seinen besten Heavy-Titeln schicken. Was ich bei meinen Söhnen so gehört habe, war nicht mein Ding. Aber der Cash-Chef kann es sicher besser vermitteln. Ich verspreche dann auch, mindestens 5 x komplett zuzuhorchen, bevor ich mein Subjektives dazu poste.
    Beim Thema Tecno-Musik sind wir wieder völlig auf gleicher Wellenlänge, Schlager, Wagneropern etc. kamen zum Glück im Podcast eh nicht vor.
    Schlagzeuger als "Arschkarte" in der Band geht in meiner Jazzwelt nun gar nicht.
    Keine namhafte Jazzband, außer vereinzelte Studiogruppen mit kammermusikalischen Anstrich kamen im Jazz ohne Schlagzeuger als Antreiber aus.
    Der Jazz IST nun mal das Spannungsfeld zwischen Melodiekünstlern und Rhythmusmachern. Somit waren im Jazz die Drummer unentbehrlich und stets genauso geachtet wie die Trompeter, Posaunöre, Klavieristen, Flötisten, Saxoföhner usw.
    Drummer wie Chick Webb (der Förderer von Ella Fitzgerald), Gene Krupa, Lionel Hampton, Max Roach und insb. Art Blakey waren Bandleader. D. h. sie waren für Besetzung, Zusammenhalt, Tourenplanung, Plattenverträge und Finanzen allein zuständig. Damals überwiegend als Schwarze in einer niggerfeindlichen amerikanischen Umwelt. Außerdem meist verantwortlich für Wohl und Wehe von gut zwei Dutzend Musikern und Marketenderschar.
    Chano Pozo, afro-cuba-orientierter Schlagzeuger in der genialen Schaffenszeit bei Dizzie Gillespie und Charlie Parker, wurde erschossen, weil er schamanisch verwurzelte Rhythmen in der Band zum Besten gab und diese damit verraten hat.
    Jazz ohne Schlagzeug geht nur selten. Wenn doch, dann müssen Banjo, Klackerdinger oder sogar Gitarren als Rhythmuserzeuger herhalten. Und wenn selbst das fehlt, muß der Melody-Man selber für die Spannung sorgen. So ein Meister wie L. Armstrong hat das in einigen Stücken mit Trompetensolos bravourös geschafft. Aber besser ist es mit mindestens fünf Leuten, einer davon Drummer, Hot Five halt.
    Nun noch ein klitzekleiner Versuch, die Welt + Musik vom Cheffe und mir zu skizzieren.
    Da muß er aber genau hingucken und das Folgende auf die Goldwaage legen.
    Was Mr. Dax an seiner Heavy Metal liebt und was er selber auch praktiziert ist Anmache!
    Die Heavy-Leute und auch D. Müller (ich steh mit ihm halt noch nicht auf Du) wollen was verkaufen. Herr sei dank für all das, was uns Mr. Dax verkauft, ich könnt ihn dafür küssen und insb. auch dafür, daß er uns (bisher ohne gelbe oder rote Karten) frei im Forum Müll abladen läßt, aber er hat halt dieses super Verkäufer-Gen, ohne welches seine Botschaften nur die Hälfte oder noch weniger wert wären. Weiter so, solange es noch geht.

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    • #3
      Neuer Link zu Blackrock: Laurence Fink heisst der Fink! Äääh, der Geier!
      https://www.youtube.com/watch?v=boBWNWkf8kk

      Ich habe gerade "behind the scene" mit Dirk Müller, Ken Jebsen, Sina Peschke gesehen. Super Anmache vom Dirk, wie der sich da rumräkelt!
      Nur so geht das! Er kommt mal wieder super rüber! Ist nur genau das, was mir persönlich völlig abgeht, mir bei ihm gefällt, bei anderen aber meine Nackenhaare nach oben treibt.
      Sina Peschke war mir kein Begriff, Ken Jebsen hinterfrage ich ab und zu nach einigen abwertenden Einwänden von der offensichtlich linken Heilsfront, bin da aber weiter auf Audio. "Hinterfragen" ist ja nach dem kläglichen Versuch von Herrn Maassen ein "geht gar nicht!" Tu ich trotzdem!
      Zuletzt geändert von frifix; 13.11.2018, 20:37.

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