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Roboterisierung - Technologieriesen warnen vor massiv zunehmender Arbeitslosigkeit

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  • Roboterisierung - Technologieriesen warnen vor massiv zunehmender Arbeitslosigkeit

    Dass eine unaufhaltsam voranschreitende Automatisierung und Roboterisierung, die sich in der so genannten Welle Industrie 4.0 Bahn brechen wird, massiv Arbeitslosigkeit in der Welt produzieren dürfte, hatte ich in den vergangenen beiden Jahren zu einem berichtenswerten Thema auserkoren.

    Den vollständigen Beitrag finden Sie unter diesem Link.

  • #2
    Die bisher zu diesem Beitrag geposteten Kommentare:
    kuhbandner am 24.02.2017 um 14:46 Uhr
    Hallo Herr Baudzus,

    gut, dass Sie dieses Thema nochmals aufwerfen. Ich bin der Meinung, man sollte die Automatisierung und Robotik grob in zwei Bereiche teilen. Einerseits werden, wie Sie in diesem und vorherigen Artikeln schon gut beschrieben haben, zahlreiche Arbeitsprozesse durch Maschinen substituiert. Aber all diese Prozesse finden ohne den direkten Kontakt zum Menschen statt. Fabriken montieren, fertigen, setzen zusammen, passen an, etc.. Dass können Maschinen effizienter als der Mensch. Das ist Fakt. Arbeit durch Menschen wird hier großflächig nicht benötigt.

    Andererseits jedoch gibt es Arbeitsprozesse mit einer direkter Interaktion von Menschen. Ich finde es immer wieder faszinierend, wenn an Flughäfen Terminals zum Self-Check-in stehen. Manko an der ganzen Sache ist jedoch, dass jene nicht so funktionieren, wie man sich das Vorstellt. Fazit: Es werden Assistenten -also Menschen- angestellt die den Passagieren beim "self Check-in" zur Seite stehen. Dass finden Sie in Australien genauso wie in England oder den USA. Und dass, nun schon seit Jahren. Es wird immer vom Übergangsprozess geredet. Aha. Lächerlich!
    Anderes Beispiel wäre das autonome Fahren: Was Elon Musk sagt, da gebe ich kein Pfifferling. Tesla kann nichts wirklich gut noch richtig. Wie viel Todesfälle gab es durch autonom fahrende Tesla Fahrzeuge nochmals? Sprich die Qualität lässt zu wünschen übrig. Wer in den "Genuss" eines solch halbautonomen KFZ schon mal gekommen ist (unabhängig vom Hersteller), merkt recht deutlich dass diese Maschine auf einem derzeit relativ primitiven Niveau herumfährt. Vorausschauenden Fahren Fehlanzeige. Und da möchte die Autoindustrie schon weit aus weiter sein? Wer es glaubt. Aussagen Mangern und Techniker der 2. und 3. Reihe kommunizieren hier ein wesentlich realistischeres Bild. Nebenbei fragen Sie ihren Heizungstechniker bei der nächsten Wartung doch einmal was er von den Solarthermie und Hybridheizungen hält.
    Warum gibt es wohl IT-Administratoren oder Call Center. Wohl kaum weil die technischen Errungenschaften zu 100% ohne Probleme funktionieren. Dass ist Mumpitz.
    Was ich damit sagen möchte ist, dass überall da, wo der Mensch in direkter Interaktion mit der Automatik und Robotik konfrontiert wird, wiederum Menschen benötigt die ihn bzw. es "administrieren", wenn sicherlich auch nicht mehr die Massen an Arbeitskräften dazu benötigt wird. Ergo glaube ich, dass hier evtl.. durchaus Potential für weitere Berufe gelegt werden könnte.
    Fazit: Der Mensch ist und bleibt unberechenbar und die Technik kann sich immer nur auf den kleinsten gemeinsamen Nenner einigen. Apropos mein Smartphone meldet permanent eine Störung, ich werde mich wohl mal an den IT-Support wenden........
    Palais am 24.02.2017 um 15:13 Uhr
    Und die Politik guckt wie immer in die Glaskugel.

    Aber zum Glück haben wir ja Angela Merkel.
    Sie wird, wie das ja so Ihre Art ist, wieder gaaaaaaaanz lange und grüüüündlich nachdenken und wenn Sie damit ennnnndlich fertig ist, macht Sie konsequent .... garantiert das Falsche
    Omega am 24.02.2017 um 15:31 Uhr
    Und wer kauft dann die von den Robotern produzierten Produkte und erbrachten Dienstleistungen. Die Roboter wohl eher nicht. Wachstum dann wohl ausgeschlossen. Es bedarf dann eines völlig neuen Geld-Umverteilungssystem. Das dürfte aber länger dauern als die Roboterisierung.
    Cashsieger am 24.02.2017 um 15:47 Uhr
    Na dann können wir ja mal Mutti fragen wie ihr Plan aussieht. Die macht uns doch glauben, dass die Million zugereisten und Hunderttausende jährlich Zureisenden unsere Rettung bedeuten, die Rettung vor Arbeitskräftemangel wohlgemerkt. Wohin mit den Leuten von Siemens, Opel, VW, der Autoindustrie generell, wenn die E-Autos erst mal vom Band rollen? Alles kein Thema. Mutti macht das schon.
    Anmerkung: Ich habe überhaupt nichts gegen einen aus einem Kriegsgebiet geflüchteten Menschen, der hier bei uns sein Leben zu retten versucht. DIESER MENSCH IST AUSDRÜCKLICH WILLKOMMEN! Mich stört nur die Verlogenheit unserer Politiker, die uns jeden Tag wie Vollidioten behandeln.
    profiteur01 am 24.02.2017 um 17:05 Uhr
    Sehr geehrter Herr Baudzus,

    als ich Ende der 80er Jahre der Euphorie hinsichtlich der Computer und der schnellen Technologisierung wagte, darauf hinzuweisen, dass damit Arbeitsplätze verloren gehen werden und nicht alle wieder ersetzt werden können, wurde ich mit Häme als ewig gestrig abgetan. Man freute sich darauf weniger zu arbeiten und den gleichen Lohn zu erhalten, da ja Maschinen alles schneller und billiger erledigen würden. Man war der irrigen Meinung, dass die dadurch entstehenden Gewinne selbstverständlich an die arbeitende Bevölkerung weitergegeben wird. 3 x kurz gelacht! Als ich diese Theorie stark bezweifelte, war ich als Gesprächspartner unten durch.
    Mein Motto: Mensch halt inne und überlege ob alles wirklich so toll wird, jede Errungenschaft hat schließlich 2 Seiten und man müsse beide genau betrachten und zum Wohle aller entsprechend agieren, ist halt unmodern. Wir haben in den letzten 30 Jahren so viel auf dieser Erde kaputtgemacht und es wäre mehr als nur notwendig, endlich innezuhalten und Reparaturmaßnahmen zu ergreifen. Gewinne durch die Technologie 4 müssten unbedingt hoch besteuert werden um dieser Bedrohung zu begegnen.
    Es ist schon Wahnsinn - billige Arbeitskräfte - hohe, zum Teil nicht bezahlte Überstunden - immer noch die 40 Stunden Woche, und das Alles nur, um einen kleinen Prozentsatz immer reicher werden zu lassen.
    Marie Antoinette sagte: wenn die Menschen kein Brot haben, sollen sie halt Kuchen essen; nun ich fürchte die Menschen werden in der Zukunft weder Brot, noch Kuchen und auch keinen bunten Fetzen Papier (Geld) zu essen haben und wie schon immer in der Vergangenheit benötigt es Mord und Totschlag um die Menschheit zur Vernunft zu bringen. Entwicklungsfähigkeit ist nicht gleichbedeutend mit Lernfähgkeit; dieses Gen scheint der Menschheit wahrhaftig zu fehlen.

    Ich wünsche allen ein schönes Wochenende!

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    • #3
      hardworker am 24.02.2017 um 17:44 Uhr
      Ich bin für ein bedingungsloses Grundeinkommen. Aber hier fängt das nächste Problem an. Wohin mit 90.000 Mitarbeitern der Arbeitsagentur, den ganzen Mitarbeitern bei Gerichten, Rechtsanwälten, Sozialstationen, die die ganzen anhängigen Klagen und Verfahren bearbeiten? Ernstgemeinte Frage in diesem Zusammenhang. Wie könnte man verhindern, dass bei einem BGE eine Person die bspw. die 1.000 Euro monatlich von seinem Konto holt und damit in einem 3. Welt-Staat recht konfortabel lebt, ohne hier als Verbraucher zu fungieren?

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      • #4
        Bemerken sie alle etwas? Diese Entwicklung der Roboterisierung führt in eine total falsche Richtung! Das eigentliche Zauberwort sollte -Gemeinwohlökonomie- heißen! Um das zu verstehen, verweise ich gern auf die Diskussionsrunde der SeeGespräche (u. a. mit Willy Wimmer), die hier auf Cashkurs verlinkt worden sind.

        https://www.cashkurs.com/kategorie/w...e-gespraechen/

        Dann dürfte klar werden, warum eine Roboterisierung der Welt, mit Ausnahme einiger wenigen Profiteure, in eine absolute Sackgasse führen wird!

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        • #5
          Donald Trump mag so wenig Ahnung davon haben wie Barack Obama und Angela Merkel. Den Passus darf man ignorieren. Ob CEO's den richtigen Ansatz finden bezweifele ich stark. Hier geht es um einen global philosophischen Ansatz. Ein Grundeinkommen löst dich nicht die Frage nach dem Sinn des Lebens. Wer vergnügt sich mit einem Grundeinkommen, wenn anderes Milliarden scheffeln, aber wo scheffeln die künftig Milliarden? Bei denen, die ein Grundeinkommen haben werden, was unter dem Preis für ein IPhone liegt? Wie Donald Trump ist auch dieses Thema eine riesige Herausforderung. Wer zwingt uns in unser Handeln? Warum kaufen wir Produkte von Unternehmen, die keine Mitarbeiter beschäftigen? Horrorszenarien helfen nicht weiter. Gerade las ich , dass der ehrbare Kaufmann als Leitbild dienen soll. Das sollte man auf den Konsumenten, den Politiker, den Journalisten erweitern. Wir alle können gestalten, Schuldzuweisungen helfen nicht weiter. Wenn der Asien des Lebens in Srbeit besteht, dann sollten wir uns diese nicht von Robitern wegnehmen lassen, wenn es aber einen anderen Sinn gäbe, z.B. die freie Zeit zu nutzen, um in Afrika Entwicklungshilfe zu betreiben, dann wäre das doch vielleicht nicht so schlecht.

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          • #6
            Sehr geehrter Harr Baudzus,

            ich muss sagen, dass mir Ihr Beitrag aus der Seele spricht. Hier rollt ein Tsunami auf uns zu, ohne dass wir uns adäquat darauf vorbereiten würden. Die nächste technische Revolution wird unsere Gesellschaftsordnung, welche die Teilhabe an nahezu allem vollständig an die Teilhabe am Erwerbs- und Produktionsprozess gekoppelt hat, komplett über den Haufen werfen. Allerdings halte ich es auch weder für sinnvoll noch für zielführend, zu versuchen den technologischen Fortschritt aufzuhalten. Entscheiden ist vielmehr die Frage: Wie gehen wir mit den neuen Entwicklungen um?

            Drei Punkte sind hier aus meiner Sicht von entscheidender Bedeutung, wenn wir weiterhin in einer stabilen Gesellschaft leben wollen:

            1. Gerechte Verteilung der Erträge

            Durch den vermehrten Einsatz von Technik und die fortschreitende Rationalisierung kommt es, wenn man dem nicht entgegenwirkt, zu einer massiven Umverteilung von der auf abhängige Beschäftigungen angewiesenen Bevölkerung hin zu den Kapitalbesitzern. Wenn man die Entwicklung der Löhne und die Rationalisierungsfortschritte der letzten 20 Jahre betrachtet könnte man den Eindruck gewinnen, dass dieser Prozess bereits in vollem Gange ist. D.h. meiner Ansicht nach, dass es unausweichlich ist, stärker als bisher über den Staat einen Ausgleich herzustellen. Ein bedingungsloses Grundeinkommen halte ich allerdings nicht für praktikabel. Es bleibt zu befürchten, dass den Managern die dieses jetzt lautstark fordern ( u.a. Joe Kaeser im Herbst beim Wirtschaftsforum der SZ) ein Grundeinkommen auf Hartz-IV-Niveau vorschwebt. Man kann vielleicht 8-10% der Bevölkerung mit ca. 750 Euro pro Monat abspeisen und die gesellschaftliche Ordnung aufrecht erhalten, aber wir sprechen hier mittelfristig über wesentlich größere Anteile. Außerdem halte ich das bedingungslose Grundeinkommen aus einem weiteren Grund nicht für anwendbar:

            2. Gerechte Verteilung der verbleibenden Arbeit

            Karl Marx hat in den Pariser Manuskripten die Arbeit als ein Lebensmittel bezeichnet. Und ich bin in der Tat der festen Überzeugung, dass dies auf die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung zutrifft. Weniger Stress, weniger Druck und reduzierte Arbeitszeiten wären sicher willkommen, aber den meisten wird wohl über kurz oder lang die Decke auf den Kopf fallen, wenn sie gar nicht mehr gebraucht würden. Arbeit ist Sinn spendend, gibt Tagesstruktur, hilft dabei im sozialen Gefüge seinen Standort zu bestimmen usw. Wie soll eine Gesellschaft funktionieren, wenn ein immer größer werdender Anteil der Bevölkerung perspektivlos vor sich hin vegetiert und den Leuten gleichzeitig für alles, was sie mit ihrer neu gewonnenen Freizeit anfangen könnten, die Mittel fehlen. Ich würde es für wesentlich angemessener halten, wenn wir uns Gedanken darüber machten, wie man die verbleibende Arbeit gerecht verteilen kann. Mit reduzierter Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich kann der technische Fortschritt auch sehr segensreich sein.

            3. Umstrukturierung der sozialen Arbeit und Überdenken ehrenamtlichen Engagements

            Soziale Berufe dürften aktuell am besten vor der Substitution durch Maschinen geschützt sein. Allerdings kann ich nicht erkennen, dass wir in diesem Bereich einen funktionierenden Arbeitsmarkt hätten. Sowohl Bezahlung als auch die Arbeitsbedingungen fallen oft deutlich hinter das zurück, was ein Industriearbeitsplatz (noch) bietet. Man betrachte sich nur die Personalausstattung in Krankenhäusern, Altersheimen oder Behörden. Viele Arbeitgeber machen sich hier den Idealismus ihrer Mitarbeiter ungeniert zunutze. Aber mit der Gehaltszahlung geht auch eine Wertschätzung einher. Und offensichtlich wird aktuell die Bearbeitung eines Stücks Metall höher gewertschätzt als die Arbeit mit anderen Menschen. Im sozialen Bereich hätten wir bereits jetzt viele Tausend zusätzliche Stellen zu vergeben und das wird sich aus meiner Sicht auf absehbare Zeit auch nicht ändern.
            Kritisch hinterfragen sollten wir abschließend den Einsatz ehrenamtlicher Helfer in verschiedenen öffentlichen Bereichen. Ich möchte ehrenamtliches Engagement natürlich nicht vollständig in Frage stellen. Aber was ich oben zur sozialen Arbeit geschrieben habe, gilt natürlich für die Ehrenamtlichen umso stärker. Findigen Unternehmensberatern, die mittlerweile auch in nahezu allen öffentlichen Bereichen tätig sind, dürfte dieses schier unerschöpfliche Reservoir an willigen Helfern kaum verborgen geblieben sein. Für viele öffentliche Arbeitgeber ist es sehr attraktiv und kostensparend, Arbeiten durch Ehrenamtliche erledigen zu lassen. Auch hier werden Engagement und Idealismus von den Haushältern schonungslos ausgenutzt. Man betrachte sich nur die Bestrebungen zahlreicher Kommunen, die Flüchtlingskrise durch den Einsatz von Ehrenamtlichen zu bewältigen. Jede Einheit muss die ihr obliegenden Kernaufgaben mit hauptamtlichem Personal erledigen. Sei es die Betreuung von Senioren in Altenheimen, von Patienten in Krankenhäusern von Kindern in Kindergärten und Schulen von Flüchtlingen oder auch die Durchführung von Sprachkursen usw. Und der Staat hat dafür zu sorgen, dass ausreichend Mittel zur Verfügung stehen. Nur so bleibt gewährleistet, dass die Gesellschaft in ihrer Gesamtheit für die Kosten aufkommt und diese nicht auf Einzelne oder Gruppen abwälzt.
            In den sozialen Berufen sehe ich das größte Potential zum Aufbau zusätzlicher Arbeitsplätze. Ein funktionierender Arbeitsmarkt in diesem Bereich kann wesentlich dazu beitragen, den bevorstehenden Wandel durch die zunehmende Technisierung abzufedern.

            Sicher gibt es noch mehr Punkte die zu bedenken wären. Aber zunächst erscheint es mir wichtig, dass überhaupt eine Debatte zu diesem Thema in Gang kommt.

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            • #7
              Das Grundthema würde ich so zusammenfassen: Es gibt genügend Arbeit auf der Welt für die vielen Menschen, die wir sind. Wir könnten uns um so viel mit Herzblut gerne kümmern, was heute unbezahlt ist oder kaum bezahlt wird. An Beschäftigungsmöglichkeiten auf der Welt fehlt es also kaum. Das Thema ist daher. Wie können Menschen, die solche Arbeiten verrichten, oftmals ihre Hobbys, davon leben? Einfache Antwort (insofern wir am bestehenden Geld- und Wirtschaftssystem festhalten, was ich leider glaube). Die Wertschöpfung aus dem Mehrwert (der bald vorrangig von automatisierten Systemen erbracht wird) darf nicht weiterhin dem einen Prozent weiter in die Arme fließen, die die die Unternehmen mit Wertschöpfung betreiben. Die Wertschöpfung muss daher anders verteilt werden. Das hieße wiederum, dass die Gewinne auf die Wertschöfpung hoch besteuert werden müsste. Aber das ... das will dann plötzlich keiner mehr. ...

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