Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Rheinmetall will Rüstungsfabrik in der Türkei bauen

Einklappen
X
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Rheinmetall will Rüstungsfabrik in der Türkei bauen

    Deutsche Rüstungskonzerne werden immer kreativer, wenn es darum geht, Waffenlieferungen in kritische Länder legal zu gestalten. Also baut man gleich in der Türkei Panzer, denn von dort aus kann man auch wunderbar den gesamten nahen Osten beliefern!
    http://www.stern.de/wirtschaft/news/...--7367184.html

    Der Trick ist aber nicht neu, denn schon Heckler & Koch hat bereits Gewehre (G36) in Lizenz in Saudi Arabien bauen lassen.
    http://www.faz.net/aktuell/politik/a...-11109120.html

    Die Doppelmoral unserer Regierung ist wirklich himmelschreiend. Auf der einen Seite wollen sie Deutschland als großes Aufnahmeland mit Willkommenskultur präsentieren und auf der anderen Seite werden permanent deutsche Kriegswaffen in alle Unruheherde der Welt exportiert. Und wenn es moralische Bedenken gibt, baut man sie eben vor Ort. Und jede dieser Waffen findet sowieso seinen Weg, selbst in die abgelegendsten Kriegsgebiete dieser Welt!

    Und warum ausgerechnete die Türkei? So umgeht man europäische Waffenembargos und kann trotzdem alle Krisenregionen beliefern.
    Zuletzt geändert von amsa65; 26.05.2017, 11:33.

  • #2
    Ich sehe den Beitrag leider erst heute. Und versetze mich in die Rolle von Mannesmann, Heckler&Koch sowie Rheinmetall usw. Wenn die Bundesregierung die Waffenexporte stoppt, dann gibt es doch für diese Firmen nur eine Losung: Alles in Germany auflösen und den Kram in Saudi-Arabien, der Türkei und, falls die das erlauben, in Israel zu produzieren. Super wäre bald auch Brasilien mit dem überaus friedlich gestimmten neuen Präsidenten. Auch GB nach dem Brexit wäre eine hervorragende Basis für Produktion und Export von Rüstungsgütern. Ach, herrjeh, da hätte ich doch beinahe glatt Frankreich als bestens geeigneten Standort vergessen. Die träumen ja immer noch von der "Grande Nation - militaire naturellement ." Die Bundeswehr als Abnehmer bliebe ja auf jeden Fall erhalten! Oder???
    Also ich glaube schon, daß die Schlafmützen in unserer Bundesregierung betr. Rüstungsindustrie gar nicht so fest schlafen können wie eigentlich gewollt. Denn die o.g. Militariaproduzenten werden den zu Exportverboten geneigten Vorzeigepazifisten schon diese genannten Konsequenzen deutlich ins Gebetbuch geschrieben haben.
    Es ist doch immer wieder die gleiche Reaktion: Mach ich nicht den Deal, tut es die Konkurrenz!
    Ist natürlich bedauerlich und massenhaft tödlich, aber so läuft das halt.

    Kommentar


    • amsa65
      amsa65 kommentierte
      Kommentar bearbeiten
      Ich denke a) dass unsere Politik genau darüber Bescheid weiß, wie unsere Rüstungskonzerne Mittel und Wege finden, ihren Absatz nicht zu gefährden und b) tragen die bisherigen Arbeitsplätze und Steuereinnahmen dieser Rüstungsindustrie zu einem Teil unseres Wohlstandes bei und dafür sollte man sich eigentlich schämen.

      Interessant ist auch, dass Deutschland zwar groß in der Welt verkündet hat, aus der Atomindustrie auszusteigen, weil sie ja so gefährlich ist, aber die Technologie wird weiterhin in alle Welt exportiert. Diese Doppelmoral ist ganz typisch für unser Land und unsere Politik.
Lädt...
X