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DREXIT als Rettung vor Europas Schulden?

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  • DREXIT als Rettung vor Europas Schulden?

    In den letzten Tagen war wieder mehr Raum, sich sowohl in den Medien als auch an den Kapitalmärkten mit Themen unabhängig von den USA zu beschäftigen. Dabei rückte sehr schnell die Krise in Europa in den Fokus. Dies reichte von unterschiedlichen Stimmungsindikatoren für die weitere wirtschaftliche Entwicklung, die in Frankreich und Italien auf eine wirtschaftliche Abschwächung deuten, während Spanien auf niedrigem Niveau – und damit nur eingeschränkt aussagekräftig – eine weitere wirtschaftliche Stabilisierung zu erreichen scheint.


    Den vollständigen Beitrag finden Sie unter diesem Link.

  • #2
    Die bisher zu diesem Beitrag geposteten Kommentare:
    martin.unterholzner am 13.02.2017 um 13:47 Uhr
    Eine sehr tiefgründige Analyse der Ursachen für die Probleme in der Eurozone und mögliche Auswege erörtert der Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz in "The Euro: How a Common Currency Threatens the Future of Europe". Der Austritt Deutschlands aus der Währungsunion wird von ihm ebenfalls als mögliche, aber nicht erstrebenswerte Variante erläutert.

    Wenn ich mir die internationale Stimmungslage anschaue, gewinne ich den Eindruck, dass nochmal vier Jahre Merkel und Schäuble zumindest dem Euro endgültig den Todesstoß versetzen werden. Es mag sein, dass aus kurzfristiger Perspektive Deutschland nicht bereit sein wird, verschiedene wirtschaftliche Nachteile aus wie auch immer gearteten Umbauten an der Währungsunion zu akzeptieren. Deutsche Akzeptanz wird aber keine Rolle mehr spielen, wenn auch dem letzten deutschen Wähler und Politiker klar wird, dass "Aussitzen" keine Lösungsstrategie sein kann. Denn die politischen Realitäten verschieben sich sehr schnell und sehr stark nach rechts. Während man in Deutschland nicht versteht, dass Kaputtsparen nicht funktioniert, hat man dies in den "Krisenländern" längst verstanden. Sogar der IWF hat das (zumindest teilweise) eingesehen.
    Wenn man in Athen durch die Straßen schlendert und sieht, wie junge Menschen (< 30 Jahre) an der Straßenecke betteln und offenbar obdachlos sind während mit den "Griechenlandhilfen" deutsche Großbanken freigekauft wurden und aus Deutschland weitere Sparmaßnahmen gefordert werden, wird klar, dass hier eine ganze Generation ihrer Zukunft beraubt wird.

    Da Deutschland im politischen Europa (leider) de-facto ein Vetorecht hat, konnte das Duo Merkel-Schäuble praktisch jede Reform der Eurozone, welche deutschen Interessen oberflächlich schadet, im Keim ersticken.

    Die Frage wird sein, ob das Umdenken in Deutschland früh genug stattfindet, um nur den Euro opfern zu müssen und zumindest die Idee der EU gerettet werden kann. Mit Marine Le Pen, Beppe Grillo und Matteo Salvini haben wir nämlich bereits populäre Kandidaten, die aufgrund der Scheuklappen deutscher Politiker (mehr oder weniger verständlicherweise) insgesamt die Rolle der EU in Frage stellen.
    kuhbandner am 13.02.2017 um 13:53 Uhr
    Nun diesen Frieden haben jedoch nicht die von Ihnen genannten Populisten gefährdet, sondern das EU-Konstrukt in seiner heutigen Form. 75 Jahre Frieden in einer Region, wo die meiste Zeit NICHT die EU oder EZB das Sagen hatten. Dieser Frieden wurde erst durch die Etablierung jener gefährdet.

    Ihre Analyse zeigt doch eindeutig, dass die Situation heute so verfahren ist, dass Problem nicht gelöst werden kann, sondern nur verschoben wird. Das Thema Eurobonds haben wir doch schon seit 2011 durch EFSF, ESM oder das QE der EZB. Makel werden übertüncht, mehr nicht. Irgendwann bricht dadurch auch das stabilste Fundament ein.
    peter.kalkofen am 13.02.2017 um 14:34 Uhr
    Sorry Herr Schön,
    eigentlich ist ihr Beitrag interessant zu lesen.
    Dennoch sei die Frage erlaubt, ob Sie sich auch im Wahlkampf befinden? Wieso übernehmen sie blind den Sprachgebrauch des Mainstream und schwadronieren wie dieser in inflationärer Weise mit den Begrifflichkeiten "rechtspopulistischen bzw. auf Abschottung gerichtete Populismus". Finden sie fairer Weise einfach mal wertfreie und unvoreingenommene Formulierungen im Kontext. Sonst erkenne ich in ihrer Art eher auch einen gewissen manipulativen Populismus denn Neutralität. Wenn sie kein Hellseher sind, davon gehe ich aus, sollten sie sich nicht erlauben suggestiv etwa 30% der französischen Bevölkerung (Wählerschaft) als rechtspopulistisch ab zu stempeln. Fragen sie sich einfach mal was die Menschen bewegt und wer für den aktuellen Schlamassel in Europa eigentlich verantwortlich ist? Die vermeintlichen Rechtspopulisten???
    lexus am 13.02.2017 um 16:34 Uhr
    75 Jahre Frieden in Europa? Der Jugoslawienkrieg war also nicht in Europa?
    Und der Beinahe-Bürgerkrieg in Griechenland?
    Eurobonds "tragfähig"? Weil dann das Schuldenmachen auf Kosten unserer Kinder in Breite wieder billiger wird? Was würden denn Eurobonds sonst bewirken? Lese ich cashkurs oder Spiegel-Online?
    Und wieso Ende der europäischen Gemeinschaft beim Ende des Euro? Wo ist der kausale Zusammenhang? Wäre es nicht eher ein hoffnungsvoller Neuanfang?

    Es fehlt hier m.E. am Bewusstsein über das Wesen von Schuld und Kredit ebenso wie ein Verständnis darüber, was "Populismus" wirklich ist und wer ihn weswegen betreibt. Wenn Draghi Banken, Staaten und Unternehmen neues Geld aus der Notenpresse "leiht", das für den EU-Steuerzahler höchstwahrscheinlich verloren ist, bestiehlt er damit den EU-Steuerzahler, raubt uns damit Lebenszeit- und kraft. Diesen illegalen und demokratie/wertzerstörenden Diebstahl durch Eurobonds institutionalisieren zu wollen ist an Dreistigkeit nicht zu überbieten - und vor allem nicht im Interesse der Menschen dieses Kontinents. Wenn etwas die europäische Gemeinschaft zerstört, dann das. Derzeit ist das Attribut "systemrelevant" ausreichend für die Rechtfertigung von Rechtsbruch durch Staatsorgane. Wie treffend. Der Zweck ist also "Systemerhaltung". Sollten wir so ein System wirklich erhalten wollen?

    Da muss den Lektoren was durch die Lappen gegangen sein. Bei Cashkurs wird sonst Klartext geschrieben, und dieser in der Regel auch entweder faktisch oder logisch begründet.

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