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Frevelhafte Frage: Wie lange hält Italien den Euro noch aus?

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  • Frevelhafte Frage: Wie lange hält Italien den Euro noch aus?

    Es ist nirgendwo in Stein gemeißelt, dass Großbritanniens europapolitisches Misstrauensvotum ein Unikum bleiben muss. Denn mit dem Brexit ist das Exit-Tabu gebrochen und wurden in vielen Ländern politisch schlafende Hunde geweckt. Und es geht nicht nur um den Bestand der EU, sondern auch um den der Eurozone. Dabei sollte man nicht immer nur an die üblichen Austrittsverdächtigen Griechenland, Zypern oder Portugal denken. Es geht um ein viel bedeutenderes Land, Italien, das als Gründungsmitglied der EWG 1957 für europäisches Herzblut so tiefrot wie Tomatensauce von Miracoli steht.

    Den vollständigen Beitrag finden Sie unter diesem Link.

  • #2
    Die bisher zu diesem Beitrag geposteten Kommentare:

    Bobo am 19.10.2016 um 19:06 Uhr
    "Den italienischen Wirtschafts-Karren mit harten Reformen aus dem Dreck ziehen"

    Das har bislang noch nie irgendwo funktioniert (abgesehen von kleinen Stadtstaaten evtl). Je entschiedener neoliberale Reformen an gegeangen wurden um so dramatischer hat sich die wrtschaftiche Lage verschlechtert und ein zurück zahlen der Schulden verunmöglicht.
    Wie auch immer man das Problem lösen wil, (neoliberale) harte Reformen sind dabei kaum hilfreich.
    Russland hat z.B. u.a. mit keynesianischen Reformen ziemliche Erfolge erreicht.
    MJCASH am 19.10.2016 um 18:41 Uhr
    Früher hat Italien abgewertet und fertig. Das geht aber mit dem € nicht. Wenn "sogenannte Wirtschaftsreformen" so aussehen wie in Griechenland oder wie H4 -Gesetze in der BRD, mit Millionen Billiglöhnern (Ganz viele sehr gut Qualifiziert!), na dann PROST MAHLZEIT!
    Italien muß raus aus dem € und zwar schnell!
    Baron87 am 19.10.2016 um 19:57 Uhr
    Renzi hat Reformen versprochen und auch versucht diese durchzusetzen. Nur lässt sich das die italienische politische Elite nicht gefallen. Die Schuld also Renzi allein in die Schuhe zu schieben finde ich weder fair noch den Tatsachen entsprechend.
    UnGlaeubiger am 19.10.2016 um 21:13 Uhr
    "Reformen" ist ein ziemlich nichtssagends Schlagwort. Das kann alles sein. Wie hier schon anklang: Reformen a la Griechenland bringen sicher keine Lösung. Eine Effizienzsteigerung in der Verwaltung oder eine Entbürokratisierung wäre hingegen sicher sinnvoll für Italien.
    poligny am 19.10.2016 um 22:24 Uhr
    Herr Halver, Sie haben scheinbar elemantare Teile unseres bestehenden Wirtschaftssystems nicht verstanden. Dann sollte man sich mit "guten Ratschlägen" für andere Länder einfach zurück halten! Aber Herr Prof. Flassbeck hilft Ihnen gerne auf die Sprünge: https://www.youtube.com/watch?v=CoUZb3H7v64
    GoWest am 20.10.2016 um 03:53 Uhr
    .............Draghi ist ein finanzpolitischer Held. Er erinnert an Cäsar: Ich kam, sah und siegte!...............
    Als Cäsar sah, dass der Hafen voll war, schiffte er daneben..

    ............durch Marios Aufputschmittel .........
    was für AuspuffMittel denn? Denn alles ist bereits ausgepufft.

    Ich ärgere mich schon lange nicht mehr, denn da isch elles z'schpät, wie die Schwaben sagen. Zeit für einen Neuanfang. Komplett!! Raus mit dem Müll auf die Müllhalde. Hab mich bereits auf den Komplettcrash vorbereitet. Ich habe zum BSP immer eine Taschenlampe und Wasser und sonstige Hygieneartikel dabei, falls in Hamburg plötzlich die Lichter ausgehen. Cyberangriff sei Dank.
    crashtester am 20.10.2016 um 12:58 Uhr
    Auch wenn es niemand hören mag: Italien ist längst ein failed state. Keine Ansprechpartner in den Behörden, jedoch muss jeder Pups genehmigt werden. Banken: bekanntlich Fehlanzeige. Für Ausbildung und Fachkräfte fehlen ernstlich wettbewerbsfähige Grundlagen. Justiz: selbst „kleinere“ Verfahren, z.B. vor Arbeitsgerichten werden zwischen vier und fünf Jahren entschieden – wenn alles optimal läuft. Verbrechensbekämpfung: wie im Görlitzer Park. Und warum hat FIAT nochmal seinen Sitz einstweilen nach Amsterdam, bzw. London verlegt?

    Auch die Italiener sind ohne Gemeinschaftswährung deutlich besser zurecht gekommen.

    Kommentar


    • Palais
      Palais kommentierte
      Kommentar bearbeiten
      Italien war Jahrzehnte der lebendige Beweis, das Geld nur bedrucktes Papier ist und wie man damit umgeht wenn Dolce Vita mindestens genau so wichtig wie Arbeiten ist, wenn nicht gar ein bisschen mehr. Die Lira paßte perfekt zu Italien: mehr Schein als Sein !
      Ein italienisches Sprichwort lautet: La scimmia è sempre scimmia, anche vestita di seta = Der Affe bleibt immer Affe, auch in Seide gekleidet.
      Dolce Vita und Euro passen eben nicht zusammen !! Das gilt allerdings inzwischen für die meisten Euro-Länder !!
      Außer natürlich für eine Handvoll von Familien oder besser Clans !!
      Blöd nur das die Zeche wir bezahlen werden. Redet noch irgend jemand noch über die Target-Salden !
      Dann mal hier nachsehen:

      https://de.statista.com/statistik/da...-euro-laender/

      Die (vermeintlichen) Gewinner und Verlierer sind deutlich zu erkennen.

  • #3
    Die Monitoring- und Abwicklungsmechanismen der tollen neuen europäischen Bankenunion scheinen ja blendend zu funktionieren:

    Italiens Krisenbank Monte dei Paschi muss jetzt für ihr zukünftiges Fortbestehen auf staatliche Unterstützung setzen. Wie die „Financial Times“ berichtet, ist ein Versuch gescheitert, mehrere Milliarden Euro für eine Kapitalerhöhung bei privaten Investoren einzusammeln.
    [...]
    Die älteste Bank der Welt hatte bekannt gegeben, dass die Finanzlage sehr viel schlechter sei, als bisher bekannt. Die Liquidität reiche nur noch für vier Monate. Bislang war die Konzernführung davon ausgegangen, dass das Geld noch für elf Monate reichen werde. Derzeit wird das Liquiditätspolster auf etwa 10,6 Milliarden Euro beziffert.
    http://www.handelsblatt.com/unterneh.../19160942.html

    Diese Bank wird nun seit >1 Jahr durchleuchtet und hoppla, plötzlich sieht es gaaaanz anders aus.
    Was für ein Kasperletheater.

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