Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Brasilien: Großrazzia bei Ex-Staatschef Lula da Silva

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Brasilien: Großrazzia bei Ex-Staatschef Lula da Silva

    Südamerikas Linksregierungen stehen mit dem Rücken immer stärker zur Wand. Nicht nur in Venezuela, wo die Inflation Werte von über 180% erreicht hat, sondern auch in Brasilien, wo das politische Establishment im Sumpf der größten Korruptionsskandale in der Historie des Landes versinkt, ist die Unzufriedenheit mit den gesellschaftspolitischen und wirtschaftlichen Verhältnissen deutlich am Wachsen. Nach weitläufigen Verhaftungswellen unter Mitgliedern des Kongresses, blickt Staatschefin Rousseff nach wie vor einem Amtsenthebungsverfahren entgegen. Auch deren Amtsvorgänger Lula gerät nun in die Mühlen der Justiz. Es erweckt den Eindruck, als würde Brasilien in einer seiner schwersten Krisen der Nachkriegszeit ohne politische Führung dastehen.

    Den vollständigen Beitrag finden Sie unter diesem Link.

  • #2
    Die bisher zu diesem Beitrag geposteten Kommentare:
    ryba am 11.03.2016 um 12:46 Uhr
    Bin vielleicht naiv; aber was Lula betrifft, kann ich das kaum glauben
    kochpapst am 11.03.2016 um 11:47 Uhr
    Korruption wohin man auch schaut. Es ist nur noch widerlich, was manche Politiker so treiben.
    wirtschaftsfacts1 am 11.03.2016 um 13:13 Uhr
    @ ryba & kochpapst

    Sie glauben es nicht? Staatsanwaltschaft fordert jetzt U-Haft für Lula.

    http://www.zeit.de/politik/ausland/2...ersuchungshaft

    Beste Grüße!
    neil am 11.03.2016 um 18:14 Uhr
    Eine erstaunlich umfassende politische Vorteilsnahme ist eigentlich seit Jahrzehnten in sunny Brasil auf allen Ebenen des politischen Spektrums der Durchschnittszustand. Die völlig übertrieben dargestellte Weltwirtschaftsbedeutung Brasiliens (2010 bis 2012) und die nun wohl ebenso übertriebene Krisenproblematik haben speziell die Petrobras Korruptionsaffäre in Dimensionen, sowohl was die Geldsummen als auch allgemein die schiere Größenordnung angeht, befördert, die bisher wohl eher nicht erreicht wurden. Aus großer Höhe in kurzer Zeit ein sehr tiefer Fall. Das wirkt nicht nur, sondern ist tatsächlich sehr spektakulär.
    Da die Arbeiterpartei (Partido dos trabalhadores), die als leicht links von der brasilianischen SPD - Partido social democratico brasileiro, gewertet wird, und speziell Lula, der de facto ein Kind der ärmsten Unterschicht war, versprochen hatte, das glatte Gegenteil der bisherigen Schmierlappenentourage zu sein, wirkt das alles ganz besonders krass.
    Deswegen sind sehr viele Brasilianer äußerst erbost. Von den sich scheinbar befehdenden Gruppierungen der Oberschicht, die sich seit Langem die Klinken der politischen Macht gegenseitig in die Hand drücken, hat sowieso kein Brasilianer je etwas anderes erwartet.
    Neue Besen kehren gut? Anscheinend ganz im Gegenteil. Und dann auch noch so Riesensummen. Reihenweise Beträge für Raffinerien, Hafenausbauten, Eisenbahnlinien etc. Die ganz große Nummer! Bratenstücke, so saftig, daß es tropft! Im Vergleich dazu hat die tradierte Oberschicht die Korruption nachgerade stilvoll und geschmackssicher, ja man möchte fast sagen sozialverträglich, betrieben. Parvenüs haben halt keine Dezenz, um mal leicht zynisch zu sein.
    Eine politische Krise besteht de facto. Und wirtschaftlich? Im Wettlauf der Währungsabwertungen ist Brasilien immerhin sehr erfolgreich. Den Produzenten und Exporteuren von Soja, Orangensaft, Kaffee, Kakao etc. geht es eher sehr gut. Manche Fleischexporteure verdienen sich seit zwei Jahren eine goldene Nase.
    Die niedrigen Spritpreise helfen ebenfalls und wirken stabilisierend.
    Und die Inflation? Immerhin bemühen sich Super Mario und die grelle Yelli und "sicher wie die Bank von England" und das Wirtschaftswunder auf der Insel in Fernost seit Jahr und Tag einen Hauch Inflation zu erzeugen. So als würden sie mit nassen Streichhölzern nasses Lagerfeuerholz entzünden. Aber klar: "Inflation ist wie Nikotin oder Alkohol. In kleinem Maße stimulierend, man darf nur kein Kettenraucher werden oder Alkoholiker." Zehn Prozent sind natürlich wirklich viel zu viel.
    Und eine Leitzinsvorgabe von 14,25 % sind so solide wie ein defekter Helikopter im freien Fall. Ein "Credit Default" oder gar eine Staatspleite wegen der Fremdwährungsproblematik drohen ebenfalls. Ansonsten das weltweit Übliche. Eine heillose Überschuldung der Staatsverwaltungen und eines großen Teils der überwiegend meist recht jungen Bevölkerung. Die Importausgaben gehen immerhin ständig zurück. Wer kann sich schließlich noch "Made in Teuerland" leisten?
    Manche Bereiche der Gesellschaft funktionieren geradezu hervorragend. Z.B. die Bundespolizei, die in der Operation "Sandstrahl ~ und Hochdruckreiniger bzw. ~reinigung - Lava Jato - Car Wash? Immer diese Angelsachsen - mit nachgerade preußischer Präzision und Disziplin vorgeht. Dass den momentanen Gallisionsfigurmachthabern - auch in Brasilien wie in jedem anderen Land der Welt gilt natürlich: Geld regiert die Welt. Ganz "au fond "versteht sich! - in einem Teil der eigenen Polizei ein solcher Gegner erwachsen würde, damit hat wohl niemand gerechnet. Die Bundespolizisten bekommen ausgesprochen hohe Gehälter. Das Vier ~ bis Fünffache der ordinären Polizei. Für die Dauer von Spezialeinsätzen auch mal das Dreißig ~ bis Vierzigfache. Unbestechlichkeit im Kampf gegen Großhändler illegalisierter Rauschmittel und ähnlich sinistre Figuren ist hier die Intention. Und wie man sieht ist die tatsächliche Wirkung so hell und licht und durchdringend wie die brasilianische Sonne an einem wolkenlosen Tag zur Mittagszeit.

    Kommentar

    Lädt...
    X