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Professor Theodore Postol zum Saringas-Angriff

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    wallenstein am 17.04.2017 um 10:54 Uhr
    Statt hier Verschwörungstheorien zu verbreiten hätte man Herrn Jung fragen sollen, der hätte hätte hätte das alles erklären und richtig einordnen können. Ein Bürgerkrieg eben, in dem sich ein sadistischer Ex-Zahnarzt gegen sie friedliebendes Volk richtet. Ich weiß nur eines. Alle Kritik an Trump ist verstummt seit er Krieg spielt. Seitdem ist er ein good guy und die polemische Hetze gegen ihn in den Mainstream Medien wurde eingestellt. Geht doch. Die EKD freut sich über die Zusage von Merkel und Obama, auf einem Podium während des 36. Kirchentages in Berlin am 25. Mai 2017 über das Thema „Engagiert Demokratie gestalten – Zuhause und in der Welt Verantwortung übernehmen" zu diskutieren. Wie schön und das alles zu Ostern.
    Anleger100% am 17.04.2017 um 12:22 Uhr
    Faktencheck: Wer ist wirklich für den Giftgasangriff in Ost-Ghouta verantwortlich?

    Seit dem Giftgasangriff in Idlib Anfang April wird in den sozialen Netzwerken wieder vermehrt über die Sarin-Attacke auf Ghouta im Sommer 2013 diskutiert. Insbeson-dere ein ZDF-Interview mit Michael Lüders findet große Verbreitung. In diesem führt der Politologe aus, dass die Unschuld des Assad-Regimes so gut wie bewiesen sei. Was ist dran an dieser Behauptung?

    Seit bald vier Jahren wütet ein unerbittlicher Streit um die Wahrheit: Wer ist für den Giftgasangriff in Ost-Ghouta verantwortlich, dem am 21. August 2013 hunderte, einigen Quellen zufolge gar mehr als 1.000 Menschen zum Opfer gefallen sein könnten?
    Tatsächlich liegt bis heute vieles im Nebel. Noch immer lässt sich die Schuldfrage nicht eindeutig klären. Doch das hindert Propagandisten und Apologeten des Assad-Regimes nicht daran zu behaupten, dass es eigentlich alles ganz einfach und das Assad-Regime unschuldig sei. Derzeit kursiert ein Video hunderttausendfach im Netz, in dem der Politikwissenschaftler Michael Lüders bei Markus Lanz erklärt: „Mittlerweile wissen wir mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit, dass es nicht das Regime war, das für diesen Angriff verantwortlich war.“
    Doch das stimmt nicht. Lüders unterlaufen ebenso wie Seymour Hersh, dessen Ausführungen er teilweise paraphrasiert, zahlreiche Fehler. Darüber hinaus bedient sich Lüders in seinem Interview Auslassungen wichtiger Sachverhalte, um dort Eindeutigkeit zu konstruieren, wo keine existiert.
    Selektive und falsche Ausführungen.
    Warum wir bis heute keine endgültige Klarheit darüber haben, was an diesem 21. August geschehen ist, liegt übrigens unter anderem daran, dass die russische Regierung bis heute im UN-Sicherheitsrat eine strafrechtliche Verfolgung des Einsatzes von Chemiewaffen in Syrien blockiert. Was jedoch feststeht ist, dass das Militär des Assad-Regimes nach wie vor chemische Waffen, insbesondere Chlorgas, auch gegen zivile Ziele einsetzt.
    Lüders Beweisführung hinsichtlich der Angriffe auf die Damaszener Vororte strotzt hingegen nur so von selektiven und falschen Ausführungen.
    So behauptet Lüders: „Die eigenen Geheimdienste der Briten und Amerikaner haben nämlich das Giftgas untersucht und sind zu dem Ergebnis gekommen, dieses Sarin, das sie da eingesetzt haben, befindet sich nicht in den Beständen der syrischen Armee.“
    Diese Geschichte stammt vom US-Journalisten Seymour Hersh – Lüders aber lässt einen recht essentiellen Fakt weg, der zeigt, warum diese Untersuchungen (die nicht öffentlich zugänglich sind – Hersh beruft sich durchweg auf einige wenige anonyme Quelle) fragwürdig sind: Die Proben wurden den Briten vom russischen Geheimdienst überlassen. Eine lange Reihe von gefälschten „Beweisen“, erlogenen Geschichten und sonstigen Desinformationsversuchen des mit Assad verbündeten Kremls in Sachen Syrien aber sollten daran zweifeln lassen, dass hier alles mit rechten Dingen zuging.
    Wer wie Michael Lüders behauptet, dass beim Thema Syrien die wahren Interessen im Hintergrund nicht angemessen beleuchtet würden, darf solche Informationen nicht einfach unterschlagen und sollte an dieser Stelle ebenso kritisch mit den russischen Interessen ins Gericht gehen, wie mit den amerikanischen.
    UN: „Täter hatten wahrscheinlich Zugang zu den Chemiewaffenbeständen des syrischen Militärs“
    Klarheit könnten in dieser Angelegenheit nur die UN-Experten schaffen, die in Ost-Ghouta Untersuchungen angestrengt haben. Doch diese haben nur das Mandat bekommen zu untersuchen, ob und welches Giftgas eingesetzt wurde, nicht von wem. Das Assad-Regime wiederum verweigerte ihnen das Betreten des betroffenen Gebiets fast fünf Tage lang, bombardierte die betroffenen Städte dafür aber exzessiv.
    Der UN-Menschenrechtsrat wiederum schrieb in einem Bericht vom Februar 2014: „Die vorliegenden Beweise hinsichtlich der Eigenschaften, der Qualität und der Menge des Sarins deuten darauf hin, dass die Täter wahrscheinlich Zugang zu den Chemiewaffenbeständen des syrischen Militärs hatten.“ Solche und viele weitere seiner Darstellung widersprechende Informationen berücksichtigt Lüders nicht.
    Stattdessen führt er aus: „Die Türkei hat ganz offenkundig diese Nusra-Front bewaffnet mit Sarin-Gas. Es gibt erste Untersuchungen der amerikanischen Geheimdienste, die man auch nachlesen kann, schon vom 20. Juni 2013, da wir ganz klar benannt: Wir wissen, dass die Türkei die Nusra-Front und andere Bewegungen mit Sarin-Gas ausgestattet hat und sie stellen selber Sarin-Gas her. Und die ersten die darüber berichtet haben waren türkische Journalisten, darunter auch Can Dündar.“
    Can Dündar hat nie über Chemiewaffenlieferungen der Türkei an syrische Milizen berichtet. Er berichtete über konventionelle Waffen. Seine Ergebnisse wegen denen er verfolgt wurde legt er etwa noch einmal in diesem Artikel für den Guardian dar. Auf Nachfrage diverser irritierter Kollegen stellte Dündar mittlerweile klar, dass Lüders Behauptungen über seine Recherchen absurd seien.
    Ein angeblicher Geheimdienstbericht und ominöse Quellen
    Es war Seymour Hersh der schrieb, dass entsprechende Geheimdienstberichte vom 20. Juni existieren. Nachlesen kann man diese, anders als Lüders behauptet, nicht: Die US-Geheimdienste bestreiten, dass solche Berichte existieren. Vor Hersh behauptete eine rechte verschwörungsaffine Website Zugang zu diesen Unterlagen zu haben. Einige Beobachter gehen davon aus, dass der Autor dieser Website (ein gelegentlicher Gast russischer und iranischer Fernsehsender und ehemaliger Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums unter George W. Bush) eine der anonymen Quellen Hershs gewesen sein könnte.
    Das heißt nicht, dass absolut nichts zu finden wäre, was für die behauptete Türkei-Connection spricht. Im Mai 2013 brachte die türkische Zeitung Zaman die Nusra-Front mit Sarin-Gas in Verbindung: Mutmaßliche Mitglieder der Gruppe sollen in der Südtürkei mit zwei Kilogramm des Kampfstoffes festgenommen worden sein. Auf diesen Vorgang berufen sich auch die oben erwähnten angeblichen Geheimdienstdokumente. Hier aber ist vieles unklar: War es wirklich Sarin? Waren es Stoffe, die zu dessen Herstellung benötigt wurden? Oder aber Frostschutzmittel, das bei einigen Sarintests falschpositive Ergebnisse liefert? Die ominösen Vorgänge diesen Mais bieten viel Anlass zur Spekulation und die Informationen widersprechen sich. Zur Beweisführung taugen sie nicht, weil keine gesicherten Fakten bestehen. Teil des anschließenden Gerichtsverfahrens gegen die festgenommenen Terroristen war das Sarin jedenfalls nicht. Jedoch ist der türkischen Justiz freilich nicht zu trauen.
    Was nicht in den Kram passt, wird ausgelassen
    Doch auch darüber hinaus existieren viele Beweise, die die Türkeitheorie, die auf Hersh zurückzuführen ist, stark in Mitleidenschaft ziehen. Dem Journalisten sind – insbesondere bei der Entlastung des Regimes – viele Fehler unterlaufen, die bereits vielerorts zerpflückt wurden. Hersh erklärte beispielsweise dass die mit Giftgas bestückten Raketen aus einem Gebiet abgeschossen worden seien, das zu diesem Zeitpunkt unter Rebellenkontrolle gewesen sei. Das kann er jedoch nur behaupten, weil er einige Einschlagsorte unterschlägt und vor allem verschweigt, dass Regime-Truppen kurz vor dem 21. August in diesen Vorort vorgerückt waren. Die Mehrheit der Experten widerspricht seiner Darstellung. Auch kann er nicht erklären, dass diese Raketen von diesem Kaliber sich im Arsenal der syrischen Armee befinden und nur von diesem zuvor benutzt worden waren.
    Die Menge des in Ghouta eingesetzten Giftgases von einer halben Tonne spricht wiederum für staatliche Produktion, was die Angaben des UN-Menschenrechtsrats weiter stützt. Der einzige nicht-staatliche Akteur, dem es bislang gelang große Mengen Sarin herzustellen, war die Sekte Aum Shinrikyo in Japan. Ihre millionenteure Fabrik ermöglichte es ihnen gerade einmal einzelne Sarin-Einheiten von acht Litern herzustellen.
    Bis heute sind nur zwei Fraktionen in Syrien durch die UN eindeutig der Nutzung von Giftgas überführt worden. Das Assad-Regime und ISIS. Diese benutzten Chlor- und Senfgas. Die Nutzung von Sarin konnte niemandem eindeutig nachgewiesen werden. Nur vom Regime aber ist es eindeutig gesichert, dass es Sarin besitzt.
    Cui bono – wem nützt es?
    Der Einsatz von Giftgas ist besonders perfide. Chlorgas etwa – dessen Einsatz die UN dem Regime nachgewiesen hat – ist schwerer als Luft und sinkt dementsprechend. Das führt dazu, dass etwa jene Keller in denen sich Menschen vor Bombenangriffen zu schützen versuchen, zu Todesfallen werden, wie Human Rights Watch bemerkt. Sie zitieren einen Aleppiner Journalisten der sagt: „Wir haben uns an die Bomben und den Beschuss gewöhnt. Aber vor Chlorgas kannst du dich nicht schützen.“
    Doch die Debatte um das Giftgas verengt auch den Blick auf die im syrischen Konflikt begangenen Verbrechen. Hungerblockaden, zigtausendfache Folter, Massenhinrichtungen, der systematische Krieg gegen die zivile Infrastruktur in dessen Rahmen bislang fast 800 Ärzten und Krankenhausangestellte getötet wurden, geächtete Streu-, Fass- und Brandbomben – brutaler und rücksichtsloser als das syrische Regime kann man einen Krieg kaum führen.
    Selbst losgelöst von chemischen Waffen hat sich das Regime derartiger Gewalt bedient, dass sich Rehabilitierungsversuche verbieten. Darauf aber zielen es jene ab, die versuchen das Assad-Regime von der Verantwortung für den Angriff auf Ost-Ghouta freizusprechen. Das wiederum ist nicht so einfach möglich.
    Wer behauptet mit absoluter Sicherheit sagen zu können, wer verantwortlich ist, der übertreibt. Wer behauptet, dass Assad entlastet sei, der lügt.
    Anleger100% am 17.04.2017 um 12:25 Uhr
    Am frühen Morgen des 4. April 2017 führten die Kräfte Russlands und Assads einen Luftangriff auf die Stadt Chan Schaichun in Zentralsyrien aus. Auf die Stadt wurden Bomben mit dem Kampfstoff Sarin abgeworfen. Infolge des Angriffs wurden über 100 Zivilisten getötet, über 500 wurden vergiftet. Der Einsatz von Sarin wurde auch von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bestätigt. Das russische Verteidigungsministerium veröffentlichte als Antwort auf die Beschuldigung, an dem chemischen Angriff beteiligt gewesen zu sein, folgende Erklärung, in der es seine eigene Sichtweise auf die Ereignisse präsentierte und seine Beteiligung an dem Gasangriff abstritt. Das Assad-Regime dementierte seine Beteiligung an diesem Verbrechen ebenfalls. „Nach Angaben der russischen Einrichtungen für objektive Kontrolle über den Luftraum, hat die syrische Luftwaffe gestern zwischen 11:30 und 12:30 Uhr einen Angriff im Raum des östlichen Randes der Ortschaft Chan Schaichun auf ein großes Depot mit Munition und Militärgerät der Terroristen ausgeführt. Auf dem Territorium dieses Depots befanden sich Hallen zur Herstellung von Sprengminen, die mit Giftstoffen gefüllt werden. Aus diesem großen Depot haben die Söldner Munition mit chemischen Waffen auf das Territorium des Irak gebracht. Ihr Einsatz durch die Terroristen wurde mehrmals sowohl von den internationalen Organisationen, als auch von den offiziellen Behörden dieses Landes bestätigt,“ steht im Bericht. Selbst bei oberflächlicher Betrachtung wird diese Erklärung leicht widerlegt und die Beschuldigung wegen Einsatz von chemischen Waffen kann man nun mit der Beschuldigung des Verteidigungsministeriums Russlands in Person des Generals Konaschenkow wegen Verleumdung ergänzen. Die russischen Vertreter des Verteidigungsministeriums und russische Diplomaten werden nicht zum ersten Mal bei einer Lüge ertappt, was ihre Kriegsverbrechen im Donbas und in Syrien angeht: „InformNapalm an Russlands Aussenministerium: Es gibt genug Gründe für ein Militärtribunal„. Tatsache ist jedoch, dass der Gasangriff nicht in der Zeit zwischen 11:30 und 12:30 Uhr erfolgte sondern einige Stunden früher, im Morgengrau. Es gab überhaupt kein Depot mit Munition, geschweige denn eins mit chemischen Waffen. Und es konnte auch keins geben, denn Chan Schaichun ist eine Stadt, die die Aufständischen erst kürzlich von den Assad-Truppen befreit haben. Es kann gar keine Rede von Lieferung chemischer Waffen durch IS-Söldner nach Irak sein, denn erstens kämpfen alle lokale Gruppierungen gegen den IS, und zweitens sind sie vom IS durch Territorien getrennt, die sich unter Assad-Kontrolle oder aber unter Kontrolle von kurdischen pro-Assad-Formationen befinden. Andererseits konnten chemische Waffen durchaus in die Hände des IS in Palmyra gelangen, da sich dort einer der 5 Betriebe befindet, das Russland in Syrien zur Herstellung von Giftstoffen gebaut hat. Gerade die Fakten des Einsatzes von chemischen Waffen durch den IS gegen die irakische Armee, Militärangehörige der Koalition und syrische Aufständische wurden durch internationale Aufsichtsbeamte dokumentiert, was in folgenden Materialien festgehalten wurde: 1, 2, 3, 4. Lesen Sie zum Thema: Chemische Bedrohung in Aleppo und russische Inszenierungen zur Aufmerksamkeitsablenkung Und noch ein weiteres wichtiges Detail: In den ganzen 6 Jahren dieses Krieges kamen zu irgendeinem Zeitpunkt chemische Waffen weder gegen russische Militärangehörige noch gegen das Assad-Regime zum Einsatz. Lesen wir weiter die Erklärung des russischen Verteidigungsministeriums: „Diese Munition wurde von den Söldnern im syrischen Aleppo eingesetzt, wo russische Wehrexperten Ende letzten Jahres ihren Einsatz festgehalten haben,“ vermerkte Konaschenkow. Die Symptome der Vergifteten in Chan Schaichun stimmen, soweit dies Bildern in sozialen Netzwerken zu entnehmen ist, mit denen überein, die im Herbst letzten Jahres bei Einwohnern von Aleppo zu beobachten waren. Damals wurden alle Fakten des Einsatzes von chemischen Waffen in Syrien zusammen mit Bodenproben dokumentiert und an die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) übergeben. „Aber die OPCW, die alle Materialien und Proben bekommen hatte, die den Einsatz von Giftstoffen in Syrien beweisen, untersucht sie noch immer,“ sagte Konaschenkow. Und wieder eine Lüge. Die Fakten über den Einsatz von chemischen Waffen in Aleppo gab es tatsächlich, aber es war der Einsatz von Chlorgas, und zwar über den Chlorgas-Einsatz von ihm durch die Assad-Armee gegen die Aufständischen und nicht umgekehrt. Alle Aussagen der russischen Vertreter anlässlich dieses Angriffs sind banale Hirngespinste, die in erster Linie für den Zuschauer des russischen TVs bestimmt sind. Um die chemischen Waffen einzusetzen, muss man in erster Linie welche haben. Ihr Vorhandensein bei den Aufständischen wurde aber noch nie von irgendjemand dokumentiert. Dafür haben aber Assad und Russland solche Waffen. Zweitens muss es die Mittel zum Transport von chemischen Waffen geben, wie Flugzeuge, Hubschrauber, Raketen, spezielle Bomben und Geschosse. Das alles besitzen Russland und Assad sehr wohl, nicht aber die Aufständischen. Drittens, werden für chemische Waffen Spezialisten gebraucht. Diese stehen ebenfalls Assad und Russland zur Verfügung, gibt es aber bei den Aufständischen nicht. Chemische Waffen sind erstmals mit Lieferungen aus der UdSSR nach Syrien gelangt, in Syrien selbst wurden sie nie hergestellt. Dann bauten zunächst die UdSSR und dann Russland 5 Werke in Syrien zur Herstellung von giftigen Kampfstoffen, und zwar in Damaskus, Palmyra, Homs, Sfireh und Tartus. Die Beteiligung Russlands an dem grausamen chemischen Angriff in Chan Schaichun wird durch etliche Fakten bestätigt. Am Vorabend des Angriffs hatte die russische Luftwaffe Luftangriffe auf einige Krankenhäuser in unmittelbarer Nähe zu Chan Schaichun ausgeführt. Nach dem Gasangriff hat die russische Luftwaffe genau das Krankenhaus in Chan Schaichun angegriffen, wohin ein Teil der Verletzten eingeliefert wurde. Die Menschen mussten in die Türkei und in den Norden des Landes gebracht werden, was den Verlust kostbarer Zeit bedeutete. Lesen Sie zum Thema die Untersuchung von InformNapalm mit Identifizierung von Offizieren der russischen Luftwaffe, die an Luftangriffen auf Zivilisten Syriens beteiligt waren: „Wer bombardiert syrische Zivilisten: Angaben zu 116 Offizieren der Luftwaffe Russlands (Infografik)“ Auf Frankreichs Initiative fand gestern in New York anlässlich des Einsatzes von chemischen Waffen in Syrien eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats statt. Der stellvertretende Verteidigungsminister Russlands Gennady Gatilow sagte dazu, dass Russland für den Fall der Verabschiedung einer UN-Resolution, in der der Einsatz der chemischen Waffen gegen die syrischen Zivilisten durch Assad verurteilt wird, ein Veto dagegen einlegen wird… Es ist kaum zu begreifen, warum ein Land, das nachweislich in den letzten Jahren so viele Verbrechen begangen hat, noch immer ein Veto-Recht bei der UNO besitzt… Russland unterstützt seit langem die Fortsetzung der Kriegshandlungen in Syrien und agiert an der Seite der Truppen von Baschar al-Assad. Es verlegt weiterhin große Mengen an Waffen und Munition, und ist dabei in Syrien nicht nur mit seiner Luftwaffe, sondern auch mit Bodentruppen vertreten. Die Beweise für den Einsatz von Bodentruppen Russlands am syrischen Krieg wurden mehrmals in verschiedenen InformNapalm-Unterschungen festgehalten.
    https://informnapalm.org/de/sarin-chan-schaichun/
    trümp am 17.04.2017 um 23:52 Uhr
    Sehr geehrter Herr Trepnau,

    vielen Dank für die Einschätzungen und vor allem Ihre Recherchen. Leider wird mit der nun immer offenkundigeren Lüge der amerikanischen Behörden und der unreflektierten Übernahme selbiger durch unserer Medien die Welt in ein falsches Licht gesetzt, und Feinbilder bedient. Dass sich das in unserer Bevölkerung zu einem verzerrten Gesamtbild der syrischen Lage verdichtet, kann man nur als volle Absicht bezeichnen. Die Bevölkerungen der Länder werden mit einer gefärbten Wahrheit auf kriegerische Auseinandersetzungen mental vorbereitet. Ich habe erst heute wieder mit meinen Eltern darüber gesprochen, und an ihren Reaktionen gemerkt, dass hier ganze Arbeit geleistet wird. Diese Generation ist in weiten Teilen noch nicht im Internet angekommen, also ahnungslos bzw. auf die Medien komplett angewiesen.
    Warum sagt denn kein Politiker mal öffentlich, dass es mehr als unseriös ist, wenn man nach weniger als 24 Stunden eine eindeutig bewiesene Erklärung auf solche Anschläge hat.
    Ich bin in der DDR erwachsen geworden, und so manches von heute erinnert mich doch sehr an diese Zeiten. Wir hatten damals auch einen großen Bruder der für uns gedacht hat. Wir sollten anfangen selber nachzudenken, und aufhören uns was vorzumachen. Wir haben eine kapitalistische Welt, und sowas kommt von sowas.....

    Ich wünsche Ihnen alles Gute, JT
    leblanc d. II. am 18.04.2017 um 12:17 Uhr
    @Anleger 100%: Nette Artikel, die mir leider ein wenig zu einseitig sind. Besonders wenn ich mir die Quelle so anschaue.
    Die Untersuchungen des Prof. Postol (die es auch zu dem Angriff von 2013 gibt) werden nämlich auch dort nicht erwähnt.

    Schade.

    Neffets am 19.04.2017 um 07:52 Uhr
    @Anleger 100%
    Die Ausführungen ändern aber nichts an der Tatsache, dass man nun immer noch genau so schlau ist wie vorher. Aber Fakt ist, dass lt. unseren Medien die Schuld als "erwiesen" gilt.
    Und keiner fragt nach, wo denn Amerika überhaupt seine Legitimation zu einem sofortigen Luftschlag hernimmt.

    "Es ist kaum zu begreifen, warum ein Land, das nachweislich in den letzten Jahren so viele Verbrechen begangen hat, noch immer ein Veto-Recht bei der UNO besitzt [...]"
    --> Ja das denke ich über die USA auch.

    Fakt ist:
    Unsere Medien berichten seit Jahren sehr einseitig.
    Jeder, der was anderes fragt, denkt oder sagt ist ein Putinversteher oder Verschwörungstheoretiker.

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  • Cashkurs-Team
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    Professor Theodore Postol zum Saringas-Angriff

    Viel ist in den letzten Tagen geschrieben und geredet worden über den Sarinangriff am 4. April in Khan Sheikhun, Syrien.
    Das Weiße Haus in Washington hat am Dienstag ein Papier an die Medien weitergegeben, in dem es die syrische Luftwaffe beschuldigt, diesen Giftgasangriff durchgeführt zu haben. Hier nachzulesen.


    Den vollständigen Beitrag finden Sie unter diesem Link.
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