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Riester-Rente erklärt

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  • Riester-Rente erklärt

    Altersvorsorge in Deutschland ist nach dem Drei-Schichten-Modell aufgebaut. Die erste Schicht ist die Grundversorgung. Dazu zählen die Gesetzliche Rentenversicherung und die Basis-Rente („Rürup“). Die zweite Schicht ist die kapitalgedeckte Zusatzversorgung. Dazu zählen die Betriebs- und die Riester-Rente. Die dritte Schicht ist die kapitalgedeckte Privatversorgung, zu der die Privatrenten zählen.

    Den vollständigen Beitrag finden Sie unter diesem Link.

  • #2
    Die bisher zu diesem Beitrag geposteten Kommentare:
    Machatsch am 24.02.2016 um 19:35 Uhr
    Hallo,
    mann kann es auch so ausdrücken, die Riester-Rente ist der größte Betrug von Regierung und Versicherungen an der Bevölkerung.
    Es gilt nur eines Finger weg von Riester, oder man will sein erspartes Betrügern in die Hand legen.
    Little am 24.02.2016 um 19:20 Uhr
    Ich glaube diese ARD-Doku ist eine gute Ergänzung zu Ihren Ausführungen.

    https://www.youtube.com/watch?v=0zDUD9ZgPe0
    kaito am 24.02.2016 um 21:03 Uhr
    Super Analyse mitsamt korrektem Schlusswort. Riesterrente war und ist Betrug, es gibt einige Gruppen im Land die davon profitieren, aber die Masse zahlt drauf, wird enteignet zum Wohle von Banken und Versicherungen.

    Ein reines Subventionsprogramm.
    Wie Sie zu Recht sagten: Generell nicht zu empfehlen, selbst denen, welche heute noch vermeintlich davon profitieren. Wer weiß schon was von der ganzen Kohle in 20,30,40 Jahren noch übrig bleibt?
    Ich persönlich hatte mal einen kleinen Riester-Vertrag (war damals noch gutgläubig+leichtgläubig - also laut Napoleon der typische Deutsche und dazu noch unwissend) - inzwischen natürlich gekündigt.
    Wagnario am 24.02.2016 um 21:10 Uhr
    Mal eine ganz naive aber ernstgemeinte Frage...bevor man garnichts macht lieber Riester?

    Man darf eben nicht vergessen, der Normalbürger ist kein Cashkurs-Mitglied und hat absolut keine Ahnung von Vorsorge bzw. wie seine Altersversorgung auch nur annähernd aussieht.

    Jetzt kommt bitte nicht mit Immobilien, Gold oder einem privaten Wertpapiersparplan etc...der Großteil der Bevölkerung schaltet eben ab, wenn es schwieriger wird als ne Beratung zur Haftpflichtversicherung.

    Also ist folgende These korrekt oder nicht?

    Keine Vorsorge < Riester

    Riester ist sicherlich keine Renditebringer aber man soll ja auch nicht Äpfel mit Birnen vergleichen, hier geht es um die Absicherung des Langlebigkeitsrisikos!

    PS: Ich hab keinen Riester, aufgrund der mir ebenfalls zu hohen Kostenquote. Bin jedoch der Meinung, für einen Großteil der Bevölkerung ist die Vorsorge im Versicherungsmantel richtig.
    Flieder am 24.02.2016 um 21:20 Uhr
    @ Machatsch, ja ich habe diesen Betrug am eigenen Leib erfahren. Die Politik hat sich wieder einmal mehr von den bösen Machenschaften der Versicherungsbranche über den Tisch ziehen lassen (schönen Gruß auch noch an den feinen Herrn und Millardär Maschmeier). Finger weg von Riester. In diesem Sinne möchte ich mich auch noch persönlich bei Walter Riester dem Namensgeber bedanken. Warum konnte man damals nicht, anstatt den -Versicherungen die Euros hinten reinzuschieben, die 4% nicht direkt vom Lohn abziehen und Netto bei der Rentenversicherung buchen. Ach so,jetzt habe ich verstanden, denn dann wäre Maschmeier ja kein Millardär geworden.
    Gruss Hs
    Wagnario am 24.02.2016 um 21:37 Uhr
    @little

    Sorry, aber den Beitrag hab ich nach 11 Minuten abbrechen müssen. So ein Quatsch!
    Nur mal zur Info, Bundeshaushalt der BRD 300 Mrd. Euro, davon gehen alleine 85 Mrd. als Zuschuss für heutige Rentenansprüche. Im Film wird suggeriert die Renten sind gefallen, damit Riester kommen kann...Nein, die Renten sind gesunken weil keine Asche da ist! Wer dann nicht zuätzlich vorsorgt hat eben Pech... Riester "sollte" nur die Absenkung ansatzweise auffangen.
    doescher am 25.02.2016 um 00:13 Uhr
    @Wagnario
    Sorry, aber dann haben Sie es wohl noch nicht verstanden.
    Dir Renten und das Rentenniveau wurden gesengt, um den Versicherungen die Menschen zu Millionen zuzuführen, um ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Gleichzeitig wurde der Solidarpakt aufgekündigt und immer weniger Leute mussten in die Gesetzliche Rente einzahlen. Ergo fehlte Geld. Man musste also das Rentenalter hochsetzen...
    Die Spirale ist noch nicht am Ende, das geht munter weiter, aktuell von Seiten der Wirtschaftsweisen, die nun Riester einen anderen Namen geben wollen -alter Wein in neuen Schläuchen.
    Dabei kann man die Rente, die das mit Abstand effizienteste System zur Altersvorsorge ist, ganz eingach saniern: Alle zahlen ein, keine Ausnahmen, keine Beitragsbemessunggrenze. Wre drüber hinaus noch stärker abgesichert sein möchte, kann das dann ja gerne tun...
    Little am 25.02.2016 um 08:20 Uhr
    @Wagnario

    Die Doku gern zu Ende schauen. Da kommen noch mehrere Personen zu Wort - auch aus der Versicherungsbranche. Und das Thema Geld... das wird auch noch ausführlich behandelt.

    Little am 25.02.2016 um 08:25 Uhr
    doescher ... just signed.

    Kommentar


    • #3
      Ich denke zu Riester ist alles gesagt, oder? Die Autoren haben eine ordentliche Abhandlung/Übersicht geliefert - die User die Kritik zu Riester.
      Wäre das damalige Rentensystem wirklich teurer geworden? Hätte man es wirklich nicht anständig reformieren können?
      Meiner Meinung werden in den kommenden Jahrzehnten immer mehr Bürgerinnen und Bürger auf die der Grundsicherung angewiesen sein.
      Über Inflation und Teuerungsrate möchte ich gar nicht nachdenken...

      Kommentar


      • #4
        Über die Vor-und Nachteile bin ich jetzt bestens informiert. Da ich eine Riester-Rente vor zehn Jahren abgeschlossen habe, die jetzt wg. Eintritt in die gesetzliche Rente ebenfalls gestartet werden kann, könnte ich noch ein paar konkrete Infos gebrauchen. Ich habe ein Sparvolumen von 24 T€ (via Banksparplan) erzielt (10 Jahr mehr oder weniger Höchstbeitrag gezahlt). Aufgrund der langjährigen Niedrigzinsen gab es insgesamt 1.500 € Zinserträge über den Gesamtzeitraum, die in dem o.a. Sparbetrag enthalten sind. In dem Sparbetrag sind weiterhin 3.900 € Zulagen und rund 3.500 € gesparte Steuern enthalten.

        Wenn ich nun 30% auszahlen lasse dann verbleiben noch rd. 17.000 Euro, die nun bis Lebensende verrentet werden. Dafür liegt mir ein Angebot über eine Monatsrente von 56 € vor. Da dieser Betrag nicht steigt und auch nicht dynamisch ist, kann man sich vorstellen, welche Bedeutung ein Betrag in Höhe von 56 € in 20ig Jahren im Haushaltsplan hat. Die Rentenlücvke wird damit nicht abgedeckt :-)


        Mein Frage ist: Was muss konkret zurückgezahlt werden wenn man auf die exorbitante Rente verzichtet und sich den Rest des Sparbetrags auszahlen lässt. Die Zulagen sind weg, das ist klar. Wie läuft es mit den Steuervergünstigungen ? Werden die letzten 10 Bescheide zurück gerechnet incl. Verzugszinsen ? Wenn ja, dann würden neben dem absoluten Betrag der Steuervergünstigung in Höhe von 3.500 € auch noch rd. 2.000 € wegen Verzugszinsen dazukommen. Es gibt aber auch Kollegen, die sagen dass lediglich der Betrag der aufgelaufenen Steuervergünstigungen einmal mit Progression versteuert werden muss.

        Weiß Jemand konkret wie das auf den Finanzämtern gehandhabt wird oder wo die gesetzlichen Regelungen dazu stehen ?


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        • #5
          @Wagnario:
          Ganz klare Aussage zu "Bevor man nichts macht lieber Riester-Rente": Nein, definitiv nein.

          @ WRoos:
          Die Teilauszahlung von 30% ist hinsichtlich der bereits erhaltenen Zulagen und Steuervorteile unschädlich. Allerdings muss sowohl diese Teilauszahlung (30%) als auch später der Rentenbezug voll versteuert werden. Solltest du 100% sofort dir auszahlen lassen liegt eine schädliche Verwendung vor, d.h. du musst sowohl die Zulagen als auch die Steuervorteile beim Sonderausgabenabzug voll zurückzahlen.
          Eine Verzinsung der Steuerrückzahlung entfällt aus meiner Sicht, da ein rückwirkendes Ereignis nach § 175 AO vorliegt (i.V.m. § 233a Abs. 2a AO).

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          • #6
            kaito

            Super Antwort ! Ich hatte heute morgen mit dem Riester-Experten der zuständigen Bank gesprochen. Dieser hat sich anlog Ihrer Info geäußert. Von Ihnen habe ich jetzt sogar noch den zuständigen Paragraphen bekommen. Vielen Dank für die schnelle Hilfe.

            Da man 'lediglich' die Zulagen und die absoluten Steuervorteile zurückzahlen muss, stellt sich dann das Riester-Engagement m.E. so dar als ob man von Anfang an einen privaten Sparvertrag abgeschlossen hätte. Daher müssen die enthaltenen Ertragszinsen noch (nach)versteuert werden. Ich werde mir meinen Riester-Vertrag daher ausbezahlen lassen.

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            • #7
              Gerne, immer schön wenn man helfen kann ;-)

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              • #8
                Liebe Kommentatoren,

                vielen Dank für das positive Feedback. An der grundsatzpolitischen Diskussion möchte ich mich nicht beteiligen. Sie zeigt aber, dass es massive Versäumnisse hinsichtlich Konstruktion und vor allem Informationen und Aufklärung über die Riester-Rente gab und gibt. Hierzu sollte dieser Artikel einen Beitrag leisten.

                @WRoos: Bitte beachten Sie die möglichen Alternativen zur lebenslange Rente. 56€ Rente bei 17.000€ Guthaben bedeuten einen Rentengarantiefaktor von 32€ mtl. je 10.000€ Guthaben (so die übliche Darstellung). Das ist derzeit respektabel. Alternativ prüfen Sie die freiwillige Zuzahlung in die gesetzliche Rentenversicherung. Diese weist derzeit eine deutliche höhere Rendite auf, als private Versicherungslösungen.

                Über welche Themen möchten Sie in Zukunft gern informiert werden? Wo gibt es Ihrerseits Fragen?

                Beste Grüße

                Tom Wonneberger

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                • wolli_l
                  wolli_l kommentierte
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                  Hallo Herr Wonneberger,

                  an dem reichlichen Feedback kann man ja erkennen, dass auch Artikel zu 'Grundsatzthemen' gerne gelesen werden - in Ergänzung zu den allermeisten cashkurs-Artikeln, die sich auf 'brandaktuelle' Themen beziehen.

                  Insofern kann man 'Grundsatzartikel' immer wieder gerne in lockerer Folge publizieren - das Feedbackvolumen rechtfertigt es offenbar. Wie wäre es etwa mit einem Artikel über das 'Bausparen' - Vorteile/Nachteile? Ich selbst bin zwar kein großer 'Fan' davon, aber den Artikel würde ich bestimmt lesen. Vielleicht/hoffentlich kommen ja weitere Vorschläge...

                  Jedenfalls herzlichen Dank für Ihr Engagement, -wolli_l-

                • Tom_Wonneberger
                  Tom_Wonneberger kommentierte
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                  Hallo woll_I,

                  danke für den Vorschlag! Als nächstes planen wir einen Beitrag über die Basis-Rente. Das Thema Bausparen werden wir dann wahrscheinlich beim übernächsten Beitrag berücksichtigen.

                  Liebe Grüße

                  Tom Wonneberger
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