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  • Immobilie kaufen vs. mieten

    Über die Redaktion erreichte mich die folgende Nachricht eines Lesers:

    Sehr geehrter Herr Trepnau,
    haben Sie in der Vergangenheit einmal einen Vergleich "Immobilie zur Eigennutzung kaufen oder mieten" angestellt?
    Falls ja, bitte ich Sie höflich um Mitteilung.
    Vielen Dank R. H.


    Auf die Frage kann ich an dieser Stelle gerne im Rahmen einer betriebswirtschaftlichen Betrachtung eingehen.


    Den vollständigen Beitrag finden sie unter diesem Link.

  • #2
    Die bisher zu diesem Beitrag geposteten Kommentare:

    TheFallguy am 30.05.2016 um 15:58 Uhr
    Zum Thema "Selbstgenutzte Wohnimmobilie - Kaufen oder Mieten" empfehle ich als Ergänzung zum Buch von Herr Trepnau, das Buch "Kaufen oder Mieten" von Gerd Kommer. Ich habe beide Bücher gelesen und sie ergänzen sich hervorragend zueinander und sind hilfreich bei der Entscheidungsfindung.
    Ruppert1947 am 30.05.2016 um 15:13 Uhr
    Herr Trepnau
    vielen Dank für die Ausführungen.

    Ich persönlich denke, dass sehr viele Häuslebauer bei dieser Kalkulation die Instandhaltungskosten teils deutlich unterschätzen.
    Auch in Ihrer Kalkulation sind 44000€ bzw bei 150€ monatlich 77400€ in 43 Jahren sehr sportlich zu sehen. Das Beispielhaus für 300000€ ist sicherlich schon ein paar Jahre alt und größere Renovierungen absehbar. Für die Heizungsanlage, Dach oder Fenster sind jeweils!!! schon 10-20000€ fällig. Zudem muss auch bei den Reperaturkosten eine Inflation unterstellt werden. Dann werden aus den 77400€ nämlich tatsächlich über 115000€. Der angeblich ersparte Betrag ist damit nämlich schnell weg.

    Viele Grüße
    holdschick76 am 30.05.2016 um 16:04 Uhr
    Hallo Herr Trepnau,

    das ist aber ein lustiger Tanz auf dem Eis den Sie mit den Zahlen hier machen.

    Insgesamt geht es beim immobilienkauf nicht um Zahlen und Rendite.Die Menschen wollen das haben was andere auch haben.Und wenn sie das Geld nicht haben dann gehen sie bei der Bank betteln.Eigentlich ist das wie im Kindergarten...Ich will auch haben!Warum?Weil der andere auch hat!Nun denn...

    Selbst wenn ich handwerklich begabt bin kann ich doch nicht 8 Stunden am Haus arbeiten und das nicht mitrechnen,abgesehen vom kaputten Rücken.Nach der Rechnung könnten wir in einen Fonds investieren um dann selbst am Wochenende in einer Bar arbeiten zu gehen um Verluste auszugleichen.

    also 150€ im Monat Instandhaltungskosten für ein Haus?das sind in 20 Jahren gerade mal 36000.Wie soll das langen wenn ein neues Dach ja schon zigmal soviel kostet.

    vg und danke für den Beitrag
    Norbert
    VladiCo am 30.05.2016 um 16:49 Uhr
    Hallo Herr Trepnau,
    interessantes Gedankenspiel.

    Dennoch, denke ich, man muss es zumindest an einer Stelle nachbessern. Bei dem Vergleich "Kauf oder Mitte" wird die Eigenkapitalleistung von 65 000 Euro NICHT mit einbezogen. Für den Vergleich wäre das, meiner Meinung nach, aber unerlässlich. Denn um 65 000 Euro als Eigenkapital aufzubringen, muss ich die erst mal haben. Dann entscheide ich - Zinsertrag und Mieten, oder Zinsverzicht und Eigenkapitaleinzahlung. Ich denke auf Dauer sind Netto 2,5 % p.a. an Zinsen doch zu erzielen. Hochgerechnet auf die 43 Jahre, kommt man auf stolze 122 948 Euro NUR Zinsertrag/Zinsverlust. Unabhängig davon, ob man die Zinsen als Ertrag oder Opportunitätskosten betrachten würde, ins Kalkül gehören sie allemal.

    Oder sehe ich das falsch?

    Viele Grüße
    reggy79 am 30.05.2016 um 17:00 Uhr
    Naja ich kenn so viele, die seit sie "Immobilienbesitzer" sind nicht mehr in den Urlaub fahren können. Oder was passiert bei einem Jobverlust, es gibt soooo viele Zwangsversteigerungen.

    Kommentar


    • Flieder
      Flieder kommentierte
      Kommentar bearbeiten
      reggy79 es kommt doch darauf an, wo ein Haus gebaut, oder erworben wird. Auf dem Land kann ich mit etwas handwerklichem Geschick schon noch günstig bauen. Ideal ist, wenn es noch Leute aus dem Bekanntenkreis gibt, die etwas von Heizung, Elektrik, etc. verstehen. So wird nämlich heute in vielen Dörfern gebaut. Und nur so ist es möglich den Traum vom Eigenheim wahr werden zu lassen und ruhig schlafen kann man dann auch noch. Zum Urlaub: Man kann eben nicht Alles haben.
      gruss hs

  • #3
    Ein Haus ist auch spekulativ. Was mache ich mit dem eigenen Haus, wenn zum Beispiel in unmittelbarer Nähe eine Schnellstr, gebaut wird oder der nahe gelegene Supermarkt schließt. Wenn man jung ist braucht man Platz für die Kinder, später ist barrierefreies wohnen wichtiger. Ein gemietetes Haus kann man dann einfach wechseln, Ob ich in z.B. 30 Jahren noch mein Dach selber decken kann ist mindestens zweifelhaft. Bei etwaigen Schäden kann man einfach die Verwaltung anrufen, was ich als sehr angenehm empfinde.. Dafür zahle ich gern.

    Kommentar


    • #4
      Interessant wären vielleicht mich noch folgende Varianten.
      - finanzieller Unterschied, wenn man ein bis zu 10 Jahre altes Haus kauft oder gleich neu baut. Ich habe den Eindruck, dass die fertigen Häuser teilweise teurer angeboten werden, als wenn man gleich selbst baut.
      oder
      - wenn man in mittelteuren bis teuren Gegenden sich ein Fertighaus zu einem deutschlandweiten Festpreis zulegt, anstatt ein Haus klassisch von Handwerkern vor Ort bauen lässt, die meist auch die ortsüblichen höheren Preise haben.

      Kommentar


      • #5
        Zufälligerweise habe ich gerade gestern das just verkaufte Elternhaus durchgerechnet. Ca.200qm Einfamilienhaus, Ostfriesland, 1976 gebaut für 123.000 Euro/Verbraucherpreisindex 44,71, dieses Jahr verkauft für 170.000 Euro/Verbraucherpreisindex 107. Eigenkapital damals 82.000 Euro. In 12 Jahren abbezahlt, Zinskosten ca. 23.000 Euro. Renovierungen und Modernisierungen (nur die größten erinnerlichen) nach heutigen Preisen: ca. 60.000 Euro.
        Nach Verbraucherpreisindex sind die Kosten des Neubaus damals so viel wert wie heute 295.000 Euro. Für dieses Geld bekommt man in Ostfriesland auch heute noch so ein Haus gebaut (Verbraucherpreisindex stimmt).
        Kosten also für das Haus nach heutigem Geldwert: 295.000 Euro + 60.000 Euro Renovierung + 23.000 Euro Kreditkosten = 378.000 Euro. Verkauf: 170.000. Verlust: 203.000. Umgelegt auf 40 Jahre = 423 Euro monatlich. Für 423 Euro kalt bekommt man heute in Ostfriesland immer noch ein Haus dieser Klasse und Güte. Da meine Eltern die seit 20 Jahren leeren Kinderzimmer kaum benutzt haben, hätte sie sich auch ein kleineres Haus für weniger Geld mieten können. Den Verkauf des Hauses haben sie 15 Jahre aufgeschoben.
        Wäre das Eigenkapital von 82.000 Euro nur mit 1,82% über die 40 Jahre verzinst worden, wären heute ebenfalls 170.000 Euro erreicht worden. Der durchschnittliche Zinssatz für Termingeld (30 Tage!) lag in den vergangenen 40 Jahren grob gerechnet bei 5%. Aus 82.000 Euro wären 577.000 Euro geworden!
        Fazit: Bis gestern dachte ich, meine Eltern hätten ein gutes Geschäft gemacht ...

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