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Drängt der Bundesjustizminister die Kleinvermieter aus dem Markt?

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  • Drängt der Bundesjustizminister die Kleinvermieter aus dem Markt?

    Kurz vor den Beratungen des wohnungswirtschaftlichen Rates im Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen funkt Justizminister Maas den intensiven Bemühungen um mehr bezahlbaren Wohnraum in Deutschland mit dem neuen Referentenentwurf zum Mietrecht wieder dazwischen. "Der Entwurf enthält hier und da leichte Verbesserungen zu den im letzten Jahr bekannt gewordenen Eckpunkten. Aber das Gesamtpaket ist und bleibt ein unverhältnismäßiger Eingriff in die Mietsystematik und schadet dem Wohnungsmarkt", kommentierte Axel Gedaschko, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft Immobilienwirtschaft Deutschland (BID) und Präsident des Gesamtverbandes der Wohnungswirtschaft Deutschland (GdW), den Gesetzesentwurf. "Sanieren wird unattraktiver und die Möglichkeiten für bezahlbaren Neubau und Vermietung werden gedämpft."

    Den vollständigen Beitrag finden Sie unter diesem Link.

  • #2
    Die bisher zu diesem Beitrag geposteten Kommentare:
    holdschick76 am 14.04.2016 um 14:20 Uhr
    Hallo Herr Trepnau,

    alles sehr zutreffend formuliert aber sehen wir das ganze mal aus der Sicht der Mieter.Für die allermeisten hat Anfang 2000 ein Verarmungsprozess begonnen.
    Zahlte man 2001 noch im Stuttgarter Speckgürtel für eine 60qm Wohnung 300-350€ Miete so werden heutzutage um die 600€ verlangt.Bei sinkenden Reallöhnen wohl gemerkt.Persönlich kann ich nur jedem Bürger, der unter 2500€ Brutto verdient, raten die Großstädte zu verlassen.Keine Großstadt ist die eigene Verarmung wert!Welche Freude werden unsere Vermieter haben?Nun wenn sie das Land verlassen können dann wird es ihnen wahrscheinlich gut gehen aber hier in Deutschland?Die etwas wohlhabenderen werden wohl vielleicht eigene Ghettos bilden können.Das wäre doch schön oder?Und die nicht so wohlhabenderen?Naja einfach mal Daumen drücken das die Kinder auch in der Schule ankommen,oder?Daumen drücken das man nicht überfallen wird wenn man einen Spaziergang macht etc.Ganz oben auf dem Thron sitzt das Verteilungsproblem und grinst uns an:-)

    Bevor es ganz schlimm wird geht es in Europa ja traditionell meist politisch nach Rechts.Das Miet- und Vermietproblem ist nur ein weiterer kleiner Baustein auf dem Weg zum Ende der Demokratie(wenn es diese jemals gab).

    vg
    Norbert Holdschick
    areainvestor am 14.04.2016 um 14:45 Uhr
    Es wird mit Sicherheit noch schlimmer! Die seit geraumer Zeit laufende Attacke gegen Wohnungseigentümer dient meiner Ansicht nach ohnehin in erster Linie dazu, von den horrend steigenden Wohnnebenkosten abzulenken, die ja bekanntermaßen primär durch staatliches Handeln induziert werden. Daher sehe ich auch das Problem rückläufiger Investitionen in energetische Modernisierung nicht, weil der Staat dann im nächsten Schritt einfach einen "Modernisierungszwang" beschließen wird. Damit wäre das Thema auch erledigt.
    Was mich bei der ganzen Sache einfach nur wütend macht ist die Tatsache, das hier ein ideologisch verblendeter Minister mit Luxuspensionsansprüchen Privatleuten wie mir Teile meiner (privaten) Altersvorsorge streitig macht.
    Stocki90 am 14.04.2016 um 15:24 Uhr
    "Schon eine Verringerung der Mieterhöhungsmöglichkeit von 11 auf 10 Prozent macht viele Modernisierungen nicht mehr attraktiv. Sie sind nicht mehr wirtschaftlich darstellbar. Die nun geplante, deutlich stärkere Absenkung auf acht Prozent hätte noch drastischere Folgen"....Ja, die sehr drastische Folge, sich als Mieter mit einem durchschnittlichen Einkommen tatsächlich neben der horrenden Miete (bin Münchner) noch einen, wenn auch stetig sinkenden, Hauch Lebensqualität erhalten zu können (Stichwort Reallohn)! Man könnte endlich aufhören, den Bau von Büroflächen dermaßen steuerlich zu fördern und anfangen, diese Bevorteilung stattdessen dem Wohnungsbau zugute kommen zu lassen. Auch die Erleichterung der Umwandlung von Gewerbe- zu Wohnraum wäre ein Anfang. Ich kann die zahllosen Schilder hier in der Innenstadt mit "Büroflächen zu vermieten!" nicht mehr sehen, wenn 60 qm Wohnfläche kalt gut und gerne 1300€+ kosten. Ich spreche hier von Wohnungen, die früher in den 60ern den Amis noch als Kaserne dienten, immernoch den gleichen Kautschukboden aus dieser Zeit haben und deren Mauern aus Schutt bestehen, nicht von Neubauten. Den Sinn einer energetischen Sanierung wieder nur in klingender, barer Münze zu erkennen, bzw. sie dazu zu gebrauchen, ist in meinen Augen ebenso symptomatisch wie beschämend.
    Umlauf am 14.04.2016 um 16:39 Uhr
    Als die modernisierungsbedingte Mieterhöhung auf 11% festgelegt wurde, hatten wir ganz andere Zinssätze für Kredite. Eine neue Festsetzung auf 8% ist daher durchaus nachvollziehbar. Ein grundsätzlicher Kritikpunkt bleibt. Wenn die Modernisierungsmaßnahme durch die Mieterhöhung abbezahlt ist, bleibt die erhöhte Miete bestehen. Der Hausbesitzer läßt sich also die Modernisierung bezahlen, erhält dadurch ein höherwertiges Objekt und verlangt dafür weiterhin eine höhere Miete. Arme Hausbesitzer!
    Chris am 14.04.2016 um 16:44 Uhr
    Also, nicht jammern lieber Mieter

    Wer in Deutschland stets gespart hat, kann sich als Student oder Geselle sehr wohl eine eigene kleine Wohnung kaufen. Das heißt natürlich eigenes Risiko zu übernehmen, sparsam und fleißig zu sein. Ärgerlich sind die stark erhöhten Erwerbsnebenkosten durch den Staat, was den Verkauf zweier kleiner Wohnungen bei Familiengründung unnötig verteuert.

    Im übrigen machen die meisten privaten Vermieter mit ihren Objekten Verluste und dies seit Jahrzehnten. Deshalb war Mieten ja auch so günstig in Deutschland.

    Nur die Großvermieter bewirtschaften ihren Bestand richtig, mit Hausverwalter und knallharten Anwalt, außerdem wird jede Maßnahme vorher berechnet. Ein privater Mieter macht das meist nicht, er hat Freude an einer schönen Immobilie.

    Da viele Mieter diese Planwirtschaft begrüßen, wird es wohl darauf hinauslaufen, daß die Miethäuser wieder aussehen wie im früheren Ostblock. Nur noch das Notwendigste machen (lassen) oder man zieht in die Hühnerkäfiganlagen der großen Wohnungsbauunternehmen.

    Es ist beschämend wie wenig wir für Lebensmittel und Wohnen ausgeben.

    Geschlossene Wohngebiete gibt es schon seit einigen Jahren, die Bewohner dort fühlen sich sehr wohl. Beste Lage, Ruhe, Sicherheit das kostet bereits, die Kinder gehen auch nicht mehr in unsere staatlichen Einrichtungen, sondern in private, dorthin werden sie natürlich gefahren. Dort erhalten sie eine Ausbildung, die es ihnen ermöglicht Deutschland jederzeit zu verlassen.

    Andi--77 am 14.04.2016 um 16:52 Uhr
    Hallo,

    eine Ursache für die steigenden Mieten sind doch auch die Preise, die für Grundstücke und Häuser bezahlt werden. Viele "Kleinvermieter" setzen sich beim Kauf eines Objektes nicht mal ansatzweise damit auseinander wie viel für ein Haus investiert wird. Eine Finanzierung wird auf 30 Jahre ausgelegt. Nach 30 Jahren ist ein Haus laut AfA Tabelle abgeschrieben. Die Mieteinnahmen werden dazu benutzt die Bank zu bedienen und der kleine Rest der dann vielleicht noch übrig bleibt, nicht für fällige Reparaturen genutzt, sondern für persönliche Dinge ausgegeben. Zu den Preisen die im Moment am Markt aufgerufen werden kann man nicht mehr sinnvoll Investieren, weder private Nutzung noch zur Vermietung.
    Doch Leider wird das ganze von den Banken schöngerechnet, so dass es am Anfang lohnend erscheint. Aber hat auch jemand auf dem Schirm, dass die Preise für Immobilien fallen? Was passiert, wenn der Wert einer Immobilie unter das zurückzuzahlende Kreditvolumen fällt? Was zur Folge hat, dass man von der Bank aufgefordert wird die Differenz auszugleichen oder neue Sicherheiten zu stellen? Sind diese Puffer in den Finanzierungen enthalten? Oder beschleunigt sich dann der Preisverfall, weil viele gezwungen sind ihre Immobilie zu verkaufen?
    Nur ein Gedankenspiel von mir.
    VG

    Andreas Matz

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    • #3
      Wie immer wird es dem kleinen Privatvermietern schwergemacht, sind wahrscheinlich noch die Mehrheit und bei denen ist auch am meisten zu holen.
      Ausserdem können die sich am wenigsten wehren sie können auch nicht in Steueroasen flüchten. Jeden der sich über zu hohe Mieten beschwert rate
      ich sich selbst eine Wohnung zu kaufen oder selbst ein Haus zu bauen und wenn er nicht darin wohnt zu Vermieten. Spätestens nach dem
      ersten Mietnomaden den er wen er ihn endlich aus seinem Eigentum raus hast auf die restlichen 8 Monatsmieten verklagen kann, oder der ersten
      Stromabschaltung und daraufvolgendem Wasserschaden weil sein Mieter eine illegale Hanfplantage betrieben hat und nun einsitzt. Habe schon viel
      mit Mietern erlebt und sehe dadurch auch die Vermieterseite. Reich wird man durch Vermieten wahrscheinlich nur wenn man ein Buch darüber schreibt,
      aber sicher würde einem das Erlebte keiner Glauben.

      Viel Glück beim Vermieten.
      euer Schlossermeister

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      • #4
        @ Chris: das eigentliche beschämende in Deutschland ist zunächst mal das Lohnniveau / die Reallohnentwicklung und die Renten. Wohlgemerkt immer vom Blickwinkel unten nach oben.40% der Deutschen verdienen 2000€ brutto oder weniger, denen kann man unmöglich sagen, sie zahlen zu wenig für wohnen. Gemessen an ihrem Lohn zahlen viele viel zu viel.

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