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"In dieser Welt ist nichts mehr sicher" - Prof. Max Otte über die Gefahren...

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  • #16
    Datenberge erzeugen früher oder später "weitere" Begehrlichkeiten und der nachfolgende Datenberg ist mit den Möglichkeiten des Data Minings/"Big data" der heilige Gral:

    Die überarbeiteten EU-Vorgaben gegen Geldwäsche führen laut Rechtswissenschaftlern dazu, dass der Zahlungsverkehr künftig "fast vollständig überwacht ist". Transaktionsdaten könnten jahrzehntelang auf Vorrat gespeichert werden.

    Juristen kritisieren den Kompromiss für eine Richtlinie gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung scharf, auf den sich die EU-Gremien kurz vor Weihnachten geeinigt hatten. Der Zahlungsverkehr werde damit künftig "fast vollständig überwacht", moniert die Rechtswissenschaftlerin Carolin Kaiser gegenüber heise online. Finanzinstitute müssten etwa Belege zu sämtlichen Transaktionen "fünf bis maximal zehn Jahre nach Beendigung der Geschäftsbeziehung" auf Vorrat speichern. Da etwa ein Bankkonto oft über mehrere Jahrzehnte lang geführt werde, ergebe sich eine sehr lange, im Einzelfall nicht vorhersehbare Aufbewahrungsfrist.
    Gültig für Banken, Steuerberater und sogar Kryptobörsen

    Für die Expertin, die an der Universität Groningen zu europäischem Technologierecht forscht, ergeben sich damit "erstaunliche Parallelen" zur lange umkämpften Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung, die der Europäische Gerichtshof (EuGH) 2014 kippte. Beide Instrumente beträfen prinzipiell jeden europäischen Bürger. So sei die Geldwäscherichtlinie nur auf Banken anwendbar, sondern erstrecke sich unter anderem auch auf Makler, Steuerberater, Notare und Casinos. Mit der jüngsten Reform kämen zudem Börsen dazu, auf denen Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum oder Ripple gehandelt werden.
    [...]
    "Durch die Maßnahmen der Geldwäscherichtlinie fällt die Privatsphäre praktisch weg, wenn es um Dienstleistungen von Verpflichteten geht", resümiert die Expertin. Wenn alle Geldgeschäfte einer Person festgelegt und verfolgbar würden, ließen sich sehr genaue Schlüsse auf ihr Privatleben ziehen. Ferner würden Datenbanken, die ursprünglich unter der Geldwäscherichtlinie angelegt wurden, bereits jetzt für andere Zwecke benutzt. In der Fachzeitschrift International Data Privacy Law vom April skizziert Kaiser zusammen mit ihrer niederländischen Kollegin Jonida Milaj so eine kommende "Massenüberwachung" von Bankkunden.
    https://www.heise.de/newsticker/meld...g-3931149.html

    Bleibt abzuwarten, ob er von der DDR 2.0 angezapft wird, verkauft wird, oder geraubt und anschließend verkauft wird.

    Ohne Bargeld könnte man sich dem überhaupt nicht mehr entziehen.

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    • #17
      Beim Bargeldsymposium der Deutschen Bundesbank in Frankfurt wies Mersch darauf hin, dass die EZB verpflichtet sei, den Status von Banknoten als gesetzliches Zahlungsmittel zu verteidigen.

      "Im vergangenen Jahr allein haben fünf Mitgliedstaaten die EZB zu Maßnahmen konsultiert, die die Verwendung von Bargeld begrenzen. Dies ist ein sprunghafter Anstieg zur Zahl vergleichbarer Konsultationen in den Vorjahren", sagte Mersch. Dabei handelte es sich um Zypern, Bulgarien, Belgien, Portugal und Dänemark.
      [...]
      2017 allerdings habe es Anträge gegeben, die nicht geeignet gewesen seien, ihr behauptetes Ziel zu erreichen. So habe ein Land als Ziel die Unterbindung von Steuerhinterziehung angegeben, obwohl sie die Verwendung von Bargeld bei nicht-steuerpflichtigen Transaktionen verbieten wollte.
      [...]
      In einem weiteren Fall habe ein Land eine Zahlungsgebühr für die Nutzung von Bargeld einführen wolle. Das habe die EZB abgelehnt.
      https://www.finanzen.net/nachricht/d...kungen-5973929

      Die Marschrichtung ist gesetzt.

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      • #18
        Selbst das Handelsblatt stößt in dieses Horn (Überschrift), obwohl die Zahlen im Artikel selbst eine andere Sprache sprechen:

        Deutsche verlieren die Lust aufs Bargeld – aber nur sehr langsam
        [...]
        Bargeld bleibt in Deutschland zwar das beliebteste Zahlungsmittel. Allerdings ist auch hierzulande das bargeldlose Bezahlen auf dem Vormarsch – vor allem die Nutzung der Girocard (früher: EC-Karte) nimmt zu.

        Insgesamt griffen Konsumenten im vergangenen Jahr bei 74 Prozent ihrer Einkäufe auf Scheine und Münzen zurück, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Studie der Bundesbank hervorgeht. 2014 waren es noch 79 Prozent.
        [...]
        Die deutliche Mehrheit (88 Prozent) der Bürger möchte auch in Zukunft mit Scheinen und Münzen bezahlen können. Eine Abschaffung oder Einschränkung des Bargelds lehnen sie ab.
        https://www.handelsblatt.com/finanze.../20960090.html

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        • #19
          Wohl dem, der auf Bargeld zurückgreifen kann:

          Bei Kunden der Commerzbank herrscht großer Ärger. Der Grund: Beim Blick auf ihr Konto in Online-Banking herrscht "Ebbe". Zahlungseingänge wurden zum Monatswechsel nicht gebucht und Daueraufträge nicht ausgeführt, berichten Nutzer auf Twitter und im netzwelt-Störungsmelder. Besonders pikant: Während Zahlungseingänge nicht verbucht wurden, zog die Bank aber offenbar turnusgemäß Kontoführungsgebühren ab
          https://www.netzwelt.de/ist-down/161...eingaenge.html

          Auch mit an der Technik sparenden Onlinebanken macht man solche und vergleichbare Erfahrungen regelmäßig.
          Noch dreister: greift man in solchen Fällen zum Hörer und weist Überweisungen per Telefon an, kassieren diese Raubritter auch noch Gebühren.
          Ich freue mich auf den Tag, an dem diese arroganten Spar-Ämter Deutschlands von Blockchain und Fintech hinweggespült wurden.
          Zuletzt geändert von Pleite; 01.08.2018, 16:56.

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          • #20
            Interessante Doku zum Stand der Dinge bzgl. der weltweiten Bargeldabschaffung:

            Welt ohne Geld
            https://pdvideosdaserste-a.akamaihd....8fab/960-1.mp4

            Es wird eine der einflussreichsten Lobbyorganisationen in diesem Bereich benannt, die sogar eng mit der UNO und staatlichen Organisationen verzahnt ist: Better Than Cash Alliance.
            U.a. die Gates und Clinton Stiftungen gehören dieser Allianz an. Unter dem Deckmantel der Humanität kürzen diese Protagonisten den Weg der Entwicklungsländer ab: von der Knechtschaft der Armut geht es direkt in die Knechtschaft der totalitären bargeldlosen Gesellschaft.
            Aber auch bei uns finden diese Oligarchen, Konzerne und Freiheitsfeinde in den machtgeilen staatlichen Organisationen Partner für den Aufbau der Überwachungsgesellschaft.
            Zuletzt geändert von Pleite; 05.08.2018, 13:59.

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            • #21
              Interessant:

              Norbert Häring erläutert Pläne, Akteure, Umsetzungsstrategien und Konsequenzen einer Bargeldabschaffung. Von der finanziellen Totalüberwachung bis zu Möglichkeiten des Widerstands.
              [...]
              Es gibt seit 2012 eine Better Than Cash Alliance, also Besser-als-Bargeld-Allianz, mit Sitz in New York. Kernmitglieder sind unter anderem die US-Regierung, die Kreditkartenunternehmen Visa und Mastercard und die US-Großbank Citi. Aus der IT-Branche sind die Bill & Melinda Gates Stiftung des Microsoft-Gründers dabei sowie das Omidyar Network, das mit Ebay und PayPal in Zusammenhang steht. Ihr Ziel ist erklärter Maßen die weltweite Beseitigung des Bargelds. Im Wesentlichen die gleichen Organisationen agitieren schon einige Jahre länger mit der Consultative Group to Assist the Poor (CGAP) dafür, alle Menschen weltweit in das formale, US-kontrollierte Finanzsystem zu integrieren. Diese CGAP, also Silicon Valley und Wall Street, durfte das Strategiepapier für eine weltweite Regierungskampagne gegen das Bargeld schreiben. Diese G20-Initiative heißt Global Partnership for Financial Inclusion.
              [...]
              Finanzielle Inklusion ist das Tarnwort für Bargeldbeseitigung. Bis 2010 haben Visa und Mastercard einen offen erklärten "Krieg gegen das Bargeld" geführt, um ihre Gewinne zu steigern. Seither kämpfen sie mit den gleichen Mitteln stattdessen für "finanzielle Inklusion" und zwar angeblich, um den Armen zu helfen. Man tut zwar so, als wolle man den Menschen nur die Option auf ein Konto und Teilnahme am bankbetriebenen Geldverkehr geben. Aber wenn man genau hinsieht ,wird sehr schnell deutlich, dass es vor allem darum geht, sie vom Bargeld wegzubringen oder ihnen die Option sogar ganz zu nehmen. Neusprech passt dafür sehr gut, es beruht ja darauf, ein Wort mit dem Gegenteil seiner tatsächlichen Bedeutung zu belegen. Bargeld ist das inklusivste Zahlungsmittel, weil es alle leicht nutzen können und es sie nichts kostet. Nimmt man den Menschen Bargeld weg, bedeutet das in Wirklichkeit finanziellen Ausschluss.
              https://www.heise.de/tp/features/Sch...g-4159001.html

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