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Marktanalyse: Blick auf den Bankensektor – Sind Investments überhaupt möglich? (T. 1)

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  • Marktanalyse: Blick auf den Bankensektor – Sind Investments überhaupt möglich? (T. 1)

    Der Bankensektor kommt einfach nicht zur Ruhe. Als Auslöser der Finanzkrise im Jahr 2007 ist man daraufhin auch die Wirtschaftskrise, wie auch die hohe Staatsverschuldung (mit-)verantwortlich. Man hat komplizierte Produkte sowohl an Privatanleger aber auch andere Banken verkauft, bevor der gesamte Markt dann den Bach runter ging. Eigentlich, so sollte man meinen, haben sowohl die Konsumenten als auch die Regierungen wie zu guter Letzt vielleicht auch die Banken selbst daraus lernen sollen. Dies scheint aber nicht der Fall zu sein. Statt eines Bail-In bei dem Anleihegläubiger zur Kasse gebeten werden, wird es in Italien wohl den nächsten Bail-Out geben. Ergo, es sind wieder die Steuerzahler, die für das Missmanagement der Banker zahlen müssen.


    Den vollständigen Beitrag finden Sie unter diesem Link.

  • #2
    Die bisher zu diesem Beitrag geposteten Kommentare:
    karl.knoten am 04.01.2017 um 19:34 Uhr
    Hallo Herr Meyer,
    eine frage stellt sich mir zum Grundsätzlichen:

    Dank CK habe ich irgendwann endlich verstanden, wie Geld entsteht und dass einsammeln und Verleihen ein Märchen für 0-12jährige ist.

    Sie geben Sachverstand vor und schreiben dann jedoch wie selbstverständlich im Nebensatz: "Geld einsammeln und dann als Kredit wieder herausgeben[...]" Erst trainiert man hier meinen inneren Bullshit-Sensor und dann bekomme ich es doch wieder serviert?

    Jetzt bin ich ein wenig verwirrt. Gibt es diese Konstellation denn nun, in der eine Bank tatsächlich das eingenommene Fremdkapital wieder verleiht?

    Grüsse
    useramuser am 09.01.2017 um 17:58 Uhr
    Ja ist mir auch aufgefallen. Ist zwar nicht ganz so wichtig um aufzuschlüsseln wie man in Banken investieren kann aber man sollte doch dennoch versuchen Konsistent richtige Informationen zu verbreiten.

    Das Thema ist allerdings Komplex, und einen Teil des Geldes (Eigenkapital) sammeln die Banken in der Tat ein um Geld schöpfen zu können.

    Man hätte es besser formulieren können damit hier nicht wieder der Einfachheit halber Halbwissen verbreitet wird.
    karl.knoten am 10.01.2017 um 16:41 Uhr
    Natürlich haben sie Recht - der angesprochene Punkt ist für das eigentlichen Thema des Textes relativ unwichtig.

    Was mir aber bedeutsam scheint:
    Wenn der Autor in solchen Dingen - die ich für mich einigermassen als Verstanden ansehen kann - so viel Nachlässigkeit zeigt.
    Wenn er bei solchen Selbstverständlichkeiten vielleicht sogar - ich kann es ja nicht wissen - von komplett falschen Modellen ausgeht.
    Wie kann ich ihm dann in Bereichen, die ich weniger durchdringe blind vertrauen?

    Schade dass der Autor selbst nicht dazu Stellung bezieht.
    andreasmeyer am 11.01.2017 um 09:57 Uhr
    Liebe Leser,
    vorab vielen Dank für Ihre Kommentare und Anmerkungen. Leider schaffe ich es nicht regelmäßig die Kommentare zu durchforsten. Prinzipiell, und so habe ich es hoffentlich auch in der Vergangenheit vermittelt, versuche ich jedoch eine transparente Kommunikation zu pflegen. Gerade in solchen Fällen können Sie gerne auch eine kurze Mail an die CK-Redaktion senden, welche mir diese dann sofort weiterleitet.

    Nun jedoch zu den Kommentaren und Sachverhalt:
    Vorab muss man sicherlich konstatieren, dass die Formulierung unglücklich ist, wenngleich das, wie Sie bereits erwähnen nur wenig mit der Analyse der Investitionen in den Bankensektor zu tun hat. Jedoch möchte ich unterstreichen, dass ich nicht vorgebe Sachverstand zu besitzen. Entweder kommen Leser, Kunden, Partner und Co. zu dem Schluss dass dieser vorhanden ist oder eben nicht. Ein Vorgeben von Sachverstand ist jedoch nicht das Ziel meiner Tätigkeit.
    Zum Inhalt: Das aktuelle System basiert natürlich darauf, dass sogenanntes Buchgeld bzw. häufiger als Giralgeld bezeichnet (deshalb auch Girokonto), Kredite "aus dem Nichts" schafft. Nichtsdestotrotz ist das System, wie bereits erwähnt, deutlich komplexer, bietet Stoff für etliche weitere Berichte, und hätte das Ziel des Beitrages verfehlt und den Rahmen gesprengt. Eine jüngste Analyse des IMF (International Monetary Fund) hat beispielsweise sehr genau ermittelt wie die unterschiedlichen Modelle aufgebaut sind. Während Banken in Europa oder dem angelsächsischen Bereich auf Interbankenkredite setzen und das Geld, vor allem durch Support von den Notenbanken, wie oftmals erwähnt "aus dem Nichts" für die Bücher schöpfen, sieht es in Japan oder auch den Emerging Markets anders aus. Hier wird deutlich mehr auf Einlagen gesetzt. In einem theoretischen Vollgeld-System sähe das ähnlich aus. Empfehlenswert ist hier das Werk 100%-Geld von Irving Fischer, der bereits die Weltwirtschaftskrise 1929 auf zu hohe Schöpfung des Giralgeldes zurückführt (ein Vergleich zu heute?). Die Schaffung des Geldes "aus dem Nichts" ist also nichts Neues, trifft allerdings neue Ausmaße.

    Zur Analyse der Banken (und darauf gehen wir im 2. Teil ein) ist eine essentielle Kennzahl die Deposits-to-Funding Ratio. Dabei werden die angesprochenen Einlagen ins Verhältnis zu ausgegebenen Krediten gesetzt. Dabei gibt es logischerweise keine Anforderung, dass diese größer 1 sein muss, denn somit wäre ein Wachstum ja ausgeschlossen. Betrachten Sie dafür die Geldmengen (M1 & M3) um die Entwicklung nachzuvollziehen. Diese Kennzahl findet Beachtung um ein gesundes Verhältnis einschätzen zu können, da Banken für vergebene Kredite bei der Zentralbank Sicherheiten (z.B. in Form von Sichteinlagen) verwenden müssen. Dazu möchte ich Ihnen auch einen intensiveren Blick auf die NFRS-Ratio (http://www.bis.org/publ/bcbs271.pdf) nahe legen. Diese soll durch Basel III dafür sorgen, dass die strukturelle Liquidität eines Kreditinsititutes optimieren. Auch hier spielen die Einlagen eine essentielle Rolle um die Stabilität zu bemessen.

    Unterm Strich also die Anmerkung, dass die Formulierung, gerade im Zuge des volldurchdrungenen Verständnisses, hätte ausführlicher ausfallen müssen. Für den Hinweis bedanke ich mich und werde das gerne mit aufnehmen Im Inhalt jedoch versuche ich jedoch Dinge zu verfassen, die meine Vita inhaltlich treffen.

    Abschließend möchte ich allgemein raten in gerade solch Komplexen Dingen niemanden Blind zu vertrauen. Das eigene Denken sollte immer noch, und davon gehe ich auch hier aus, im Vordergrund stehen, sodass die zahlreichen Publikationen auf CK (zu mindestens für mich) als exzellente Hilfestellung zu sehen sind

    Beste Grüße
    Andreas Meyer

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