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Verlustverrechnungstöpfe (Steuer)

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  • Verlustverrechnungstöpfe (Steuer)

    Eines gleich vorweg, insbesondere für die Juristen: Ich bin ein steuerlicher Laie und somit ein Idiot. Alle folgenden Statements sind unter diesem Gesichtspunkt zu bewerten. Insofern äußere ich mich hier wie folgt:

    Haben Sie ein Wertpapierdepot? Machen Sie sich Gedanken über Ihre Steuern?

    Falls NEIN (oder Sie mich für einen Idioten halten): Lesen Sie bitte nicht weiter!

    Falls Sie immer noch weiterlesen:
    Haben Sie sich schonmal hinreichend mit Ihren Steuertöpfen ("Verlustverrechnungstöpfen") beschäftigt?

    Es ist ja so:
    Es gibt einen "Aktienverrechnungstopf" und einen "sonstigen Verrechnungstopf". Dies kann Sie aus steuerlicher Sicht ggf. in "Kalamitäten" bringen.
    * Im "Aktienverrechnungstopf" tauchen lediglich Gewinne und Verluste aus Aktienkäufen und -verkäufen auf.
    * Im "sonstigen Verrechnungstopf" tauchen alle (!) sonstigen Gewinne / Verluste auf.
    So weit - so gut.

    Leider sind diese beiden Töpfe nicht (!) komplett gegeneinander verrechenbar - betrachten Sie dazu mal Ihren "Aktienverrechnungstopf":
    * Machen Sie in diesem Gewinne, können Sie damit Verluste aus Ihrem "sonstigen Verrechnungstopf" kompensieren.
    * Machen Sie in diesem hingegen Verluste, können Sie damit Gewinne aus Ihrem "sonstigen Verrechnungstopf" nicht kompensieren.
    Etwas kompliziert, nicht wahr? Naja, eigentlich nicht wirklich. Dazu folgendes Beispiel:

    Nehmen wir an, ...
    * ...Sie haben mit Aktienkäufen / -verkäufen im laufenden Jahr 1.000 Euro Verlust gemacht (kann ja mal passieren, willkommen im Club ).
    * ...Sie haben ansonsten (mit Aktiendividenden, Ihren ETFs, Zinseinkünften, etc.) 1.000 Euro Gewinn gemacht.

    Wenn Sie nun glauben, Sie (oder Ihre Depotbank) würde dies ausgleichen (damit Sie keine Steuern zahlen!), sind Sie schief gewickelt!
    Sie werden in diesem Fall Steuern für Ihre 1.000 Euro Gewinn (die Sie "ansonsten" erwirtschaftet haben), abführen (keine Sorge, das macht Ihre Bank schon automatisch für Sie!).
    Dies dürften rund 260 Euro sein, die Sie an Herrn Schäuble liefern (vorbehaltlich Freistellungsaufträgen!) - obwohl Sie eigentlich "in toto" 0,00 Euro Gewinn gemacht haben.
    FAZIT: Sie zahlen Steuern, obwohl Sie - aus Ihrer Sicht - gar keinen Gewinn gemacht haben! Krass, oder?

    Frage: Kann man dies vermeiden?
    Antwort: Eindeutiges Jain!

    Eine Steuerzahlung können Sie vermeiden, sofern Sie "notleidende" Aktien in Ihrem Depot haben - also Aktien, die Sie "teuer" gekauft haben, die aber nun (aktuell) weniger Wert sind.
    Sofern Sie diese (ggf. teilweise - aber noch im laufenden Jahr!) verkaufen, reduzieren Sie Ihren "Gewinn aus Aktienkäufen/-verkäufen". Platt gesagt: Realisieren Sie Ihre Buchverluste! Natürlich nur insoweit, dass Sie in Summe aus Aktienkäufen und -verkäufen einen (geringen!) Verlust erzielen.
    Dadurch haben Ihre "sonstigen" Verluste Bestand, und diese werden ins nächste Jahr vorgetragen (Hoffnung: Im nächsten Jahr wird Alles besser!).

    Verstanden?
    Falls JA: Alles OK.
    Falls NEIN: Bitte diesen Beitrag nochmals (ggf. mehrfach) lesen. Falls weiterhin nicht verstanden (keine Schande!): Bitte befragen Sie Ihre Depotbank und Ihren Steuerberater!

    DISCLAIMER (wie zu anfangs bereits erläutert):
    Ich bin ein steuerlicher Laie und somit ein Idiot.
    Alle obigen Statements sind unter diesem Gesichtspunkt zu bewerten, insbesondere aus juristischer Hinsicht.


    Dennoch herzliche Grüße, -wolli_l-
    Zuletzt geändert von wolli_l; 17.12.2015, 09:12.

  • #2
    ....und wenn man noch wissen will, wie das bei Optionen ist, kann man ganze Bücher wälzen - zumindest in Deutschland

    Kommentar

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