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Interview mit Karin Leukefeld (Teil 2)

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  • Interview mit Karin Leukefeld (Teil 2)

    "Realität in Ost-Aleppo stimmte nicht mit dem überein, was westliche Medien über die Stadt berichtet hatten"

    Als einziger arabischer Staat unterstützte Syrien im ersten Golfkrieg, trotz aller ideologischen Schranken, den nichtarabischen Iran, der zudem auch noch von einer schiitisch-theokratischen Führung regiert wurde, und sich im Krieg mit dem Baath-Regime von Bagdad befand. Inwieweit erklärt diese damalige Verbundenheit die heutige Nähe zwischen Teheran und Damaskus?

    K.L.: Syrien ging 1979 eine strategische Partnerschaft mit Iran nach der Islamischen Revolution ein. Der Grund war, dass Syrien von Verbündeten der USA und der NATO umgeben war: Türkei, Israel, Jordanien, Saudi Arabien und der Irak, der damals massiv von Großbritannien und Frankreich und den USA aufgerüstet wurde. Syrien befand sich in der Mitte eines politischen Haifischbeckens und für Hafez al-Assad war das Bündnis seines Landes mit dem Iran - der mit dem Sturz des Schahs aus dem westlichen Bündnis herausgebrochen war - eine Rückversicherung für die syrische Unabhängigkeit.


    Den vollständigen Beitrag finden Sie unter diesem Link.

  • #2
    Die bisher zu diesem Beitrag geposteten Kommentare:
    gabba-gandalf1st am 05.05.2017 um 11:13 Uhr
    Anleger100% danke für die Ausführungen und interessanten Fakten.
    Das zeigt wiederum, wie kompliziert die Lage ist und wie viele verschiedene Interessen im Hintergrund an diesem Land zerren. Mir erschließt sich zwar nicht wie es mit dieser Vergangenheit zur heutigen Gegenwart gekommen sein soll. Insbesondere weil Sie ja die Pipeline-Geschichte als Lüge darstellen.
    Ebenso wenig verstehe ich warum Syrien sich als Sündenbock hinstellen soll, und heimlich amerikanische Interessen vertreten soll. Was sollte das Regime davon haben?
    Die Behauptungen Ihrerseits zum Thema das es sich hier um einen geplanten Völkermord bzw. Austausch handeln soll werden durch diese Fakten auch nicht wirklich glaubwürdiger.
    Wir müssen uns wohl damit abfinden, dass die Lage viel zu kompliziert ist und wir einfach nichts genau wissen.
    PS: meinen letzten Kommentar habe ich geschrieben, als Ihrer noch nicht freigeschaltet war.
    kuhbandner am 04.05.2017 um 19:36 Uhr
    Super Einblick! Danke für das Interview
    Anleger100% am 04.05.2017 um 19:39 Uhr
    Falls al Assad sich mal wieder als Opfer bzw Feind des Westens und der USA aufspielt. Hier eine Zusamenfassung der Beziehung zw Assad und den USA und den Andienungen Assads an die USA. Wäre interessant, ob ein einziger dieser Punkte entkräftet werden kann:

    Eine warme und innige Beziehung

    Da in den vergangenen Stunden ein Bild seitens der US-Regierung gezeichnet wird, welche den Iran und Russland als die Hauptverbündeten des syrischen Regimes zeigt, gilt es zu prüfen ob diese Behauptung stimmt, vor allem vor dem Hintergrund der Aussage von Nikki Haley der UN-Botschafterin der USA. So sagte sie vor genau einer Woche, dass die Regierung unter Präsident Donald Trump sich nicht mehr länger darauf konzentriere "Assad loszuwerden". Auch handelt es sich bei dem jetzigen Chemiewaffeneinsatz in Idlib nicht um den ersten dieser Art. 2012 - nachdem Assad schon Zigtausende Zivilisten getötet hatte – nannte Hilary Clinton Assad einen Reformer. Diese konfuse Faktenlage sollte uns dazu bringen einen Blick auf die Geschichte der Beziehung zwischen Syrien und den USA zu werfen:

    Nach der Zerstörung des osmanischen Reiches in Folge des 1. Weltkriegs und durch das darauffolgende Inkrafttreten des Sykes-Picot-Abkommen, das zwischen Frankreich und Großbritannien abgeschlossen wurde, stand das was wir heute als Syrien kennen unter französischer Besatzung. Um aber den US-Einfluss auf Syrien und die Beziehung zwischen der USA und dem Assad-Regime genau einordnen zu können, müssen wir vor allem die Geschichte des modernen Syriens berücksichtigen. Was jetzt folgt sind zehn Schlüsselereignisse in chronologischer Reihenfolge, beginnend von der Zeit der Kolonialisierung durch den Westen bis hin zum heutigen Tag, die den US-Einfluss in Syrien hervorheben sollen.

    1. Die USA und ihre Geheimdienstbehörde CIA haben seit 1949 Militärcoups in Syrien dirigiert: Die USA haben durch ihre Botschaft in Damaskus und der CIA ihren ersten Militärcoup 1949 in Syrien ausgeführt. So wird es detailliert in dem Buch „The Game of Nations“ von Miles Copeland geschildert. Dies markierte den Anfangspunkt des internationalen Ringens um den Nahen Osten zwischen den Vereinigten Staaten – die gerade aus ihrer Isolationspolitik als neuer Akteur hervorgetreten waren – und den Europäern (Frankreich und Großbritannien), die bis dato das Sagen in der Region hatten, aber ziemlich geschwächt aus dem zweiten Weltkrieg herausgegangen sind. Die US-Botschaft und der CIA haben weiterhin, wie am laufenden Band zwischen den 50er und 60er Jahren, Militärputsche gegen ihre europäischen Rivalen unterstützt. Es handelte sich um eine Ära der Instabilität die über zwei Jahrzehnte angedauert hat.

    2. Hafiz Al-Assads Truppenabzug aus dem Krieg 1967 um Israels Sicherheit zu gewährleisten: Der Ex-Präsident, Amin al-Hafiz, sagte in einem Interview bei Al-Jazeera am 2.Juli 2001, dass Hafiz Al-Assad, der damalige Verteidigungsminister, zu Beginn des Krieges den strikten Befehl, nämlich das sich die syrische Armee aus den Golanhöhen zurückziehen sollen, in Auftrag gab. Dies noch ohne das Zeichen einer drohenden Niederlage oder einer echten Konfrontation mit dem israelischen Militär, was im Endeffekt in die Besatzung dieser strategisch wichtigen Position seitens Israels mündete (1). Durch diesen Schachzug gewann Assad das Vertrauen der Amerikaner beim Verteidigen der nördlichen Grenze Israels, was für die kommenden drei Jahrzehnte fortgesetzt werden sollte.

    3. Die Unterstützung Syriens durch die USA durch die UN-Resolution 242 im Jahr 1967: Die UN-Resolution 242 die nach dem Sechstagekrieg im Jahre 1967 verabschiedet wurde, mit Israel und seiner Okkupierung der Golanhöhen, garantiert Syrien bis heute, dass Recht sein Territorium zurückzuerlangen (2). Die USA arbeitete dieses Abkommen gemeinsam mit Syrien aus und verhalf dem syrischen Regime zu diesem Recht.

    4. Erstarkte Beziehungen zwischen den USA und Syrien nach dem Krieg 1973: Nach dem Überraschungskrieg 1973 mit Israel hätte die USA Syrien harte Sanktionen auferlegen müssen. Zur Überraschung aller geschah das genaue Gegenteil. Der damalige US-Präsident Nixon stattete Damaskus 1974 einen persönlichen Besuch ab, um die Beziehungen zum Assad-Regime zu stärken.

    5. Die Akzeptanz der US-Regierung bezüglich der syrischen Besatzung des Libanons seit 1976: Syrische Truppen marschierten zu Beginn des Bürgerkriegs in Libanon ein. Das Schweigen auf Seiten der USA gegen solch eine Okkupation war ein „grünes Licht“ für Hafiz Al-Assad seine Invasion bis zum Jahre 2005 fortzusetzen, bis schließlich eine von Frankreich in Auftrag gegebene Resolution die Syrische Armee zum Abzug zwang. Ein politischer Analyst beschrieb die US-Rolle mit folgenden Worten: „Die USA schienen die fortdauernde Vormachtstellung Syriens in Libanon stillschweigend zu dulden.“ (3)

    6. Die Kooperation zwischen Syrien und den USA beim Taif-Abkommen 1989: Das Taif-Abkommen wurde in Saudi-Arabien zwischen den verschiedenen libanesischen Fraktionen unterzeichnet, um den Bürgerkrieg 1989 zu beenden. Die USA war ein maßgebender einflussreicher Staat neben Frankreich, Saudi-Arabien, Ägypten und Syrien das dabei half das Abkommen mitzugestalten.Das regte zur internationalen Unterstützung Syriens an und führte damit zur ihrer Vormundschaft über den Libanon. (4)

    7. Syrien ist der US-Kampagne zur Invasion des Irak 1991 beigetreten: Syrien unterstützte die USA in ihrer Kriegskampagne gegen den Irak (Operation Desert Storm) und entsandte 14.500 Soldaten und Militärpersonal, um die US-Invasion des Iraks zu unterstützen. (5)

    8. Die USA hat bei den Verhandlungen zwischen Syrien und Israel 1990 vermittelt: Hafiz Al-Assad akzeptierte die USA als Vermittler zwischen Syrien und Israel. Der Armeechef Lt. Gen. Hikmat al-Shihabi, führte die Delegation zur USA an, die die Friedensverhandlungen ausdiskutierte. In einem Interview mit Russia Today TV behauptete der syrische Ex-Verteidigungsminister und wichtige Säule des Assad-Regimes Mustafa Tlass unmissverständlich, dass Al-Shihabi ein CIA-Agent war. (6)

    9. Die Geheimdienstkooperation zwischen der CIA und Syrien zur Folterung von Gefangenen seit 2001: Die enge Kooperation zwischen der CIA und dem syrischen Regime war so warm und innig, dass sogar zu Zeiten wo Syrien ein Schurkenstaat-Image hatte, das syrische Regime seine Dienste - für die Ausführung von Drecksarbeit - der CIA angeboten hat. Das Regime nutze seine weltbekannten Nachrichtendienste um Informationen von den Kriegsgefangenen durch die Folter für die CIA zu entnehmen. Der bekannteste Fall mit dem kanadischen Staatsbürger Maher Arar sei hier als ein Beispiel aufgeführt, der in der internationalen Presse erwähnt wurde. (7)

    10. Die US-Unterstützung des Regimes während der syrischen Revolution 2011: Die USA hat seit Beginn der Revolution die Massaker stillschweigend geduldet. Darunter auch schon einige Chemiewaffenangriffe wie 2013, wo sie sich nicht an ihre Rote-Linie hielten. In 2012 nachdem Assad schon tausende von Zivilisten auf dem Gewissen hatte, nannte Hillary Clinton Assad einen Reformer. Weder haben die USA den Rebellen adäquate Waffen geliefert, noch haben sie Staaten die Assad unterstützen sanktioniert. Im Gegenteil mit dem Iran haben sie sogar unter der Obama-Administration ein Nuklear-Abkommen unterzeichnet, welches die Sanktionen in Zukunft lockert. Auch eine Flugverbotszone ist nie umgesetzt worden.

    Wie in dieser kurzen Schilderung ersichtlich wird, war der USA schon sehr früh sehr viel daran gelegen, Agenten im modernen Syrien zu etablieren indem sie unzählige Putschversuche in Syrien durchführten. Obwohl die USA seine öffentliche Rhetorik gegen das Regime fortsetzt, erreichten sie die komplette Hegemonie über Syrien, als ihr Agent Hafiz Al-Assad 1970 die Macht übernahm. Seit al-Assad war Syrien ein verdeckter Vasallenstaat der den US-Interessen in der Region diente und Israels nördliche Grenze beschützte, aber nach außen hin behauptete der Anführer des Arabischen Widerstands zu sein.
    gabba-gandalf1st am 05.05.2017 um 10:04 Uhr
    Das sind aber viele "Wenn´s". Ja wenn es so einfach wäre.
    Vielen Dank für das Interview mit jemandem, wo sich vor Ort und mit den Menschen auskennt.
    Bei allen Anschuldigungen und allem Leid das hier zwar auch u.U. von der Regierung verbrochen wird, ist es einfach nicht von der Hand zu weisen, was die Dame sagt.
    Interessant finde ich auf jeden Fall die Diskrepanz zwischen den regelmäßigen Kommentaren von Anleger100% und dem was die Dame hier gerade speziell über die Einstellung der Menschen und deren Toleranz und eben nicht Fremdenhass und Fundamentalismus sagt.
    Unser Qualitätsjournalismus stützt sich lieber auf unbewiesene Anschuldigungen und war nie vor Ort.
    Mir ist niemand unabhängiges bekannt, der sich mit dieser Materie auskennt, der den westlichen Anschuldigungen recht gibt. Alle Anschuldigungen kommen ausschließlich von westlichen Regierungsvertretern, Geheimdienstlern und Medienvertretern. Und Beweise gibt es eben keine.
    Man muss schon froh sein, wenn ein Todenhöfer, Lüders oder Ganser einmal 2min Sendezeit bekommen.
    Auch wenn es natürlich im Bereich des Möglichen ist, dass die westlichen Darstellungen zutreffen, hat eine Berichterstattung ohne z.B. o.g. Stimmen nicht den Anspruch sich Qualitätsjournalismus zu nennen.
    Zu den Kommentaren bei älteren Syrien-Beiträgen möchte ich noch etwas loswerden.
    Das Bashing gegen Anleger100% finde ich nicht in Ordnung. Ich teile seine Ansicht nicht und würde mir auch wünschen, dass er seine Behauptungen nicht nur mit Mainstreammedien belegt. Aber seine Meinung hier mit teilweise unfairen Kommentaren niederzumachen sollte Cashkurs-Abonnenten nicht würdig sein. Diese Meinung sollte hier auch diskutiert werden dürfen. Oder wollen hier einige etwas einseitiger unterwegs sein? Einseitigkeit haben wir im Mainstream genug.

    Beste Grüße
    consilium am 05.05.2017 um 10:48 Uhr
    Ein wirklich gutes Beispiel, wie Journalismus funktioniert. Da braucht es keine Links für Beweise. Diese Frau hat es selbst gesehen und erlebt und liefert Beweise direkt aus erster Hand gepaart mit fundierten Hintergrundwissen. Ein sehr schöne Berichterstattung.

    Ein ganz anderes Niveau als die schmierigen Schreiberlinge von Springer und Co. Aber das sind ja auch nur arme Würstchen. Die dienen halt einen anderen Herrn ohne den Anspruch der vierten Gewalt gerecht zu werden.
    leblanc d. II. am 05.05.2017 um 11:29 Uhr
    Wäre schön wenn Anleger100% auch mal einen Beleg für seine Behauptungen bringen würde. Dass Syrien in Wirklichkeit ein Kuschelpartner der USA ist, lese ich jetzt zum ersten Mal.
    kunomaus am 05.05.2017 um 12:27 Uhr
    Ich werde das Gefühl nicht los, dass wir hier mit Anleger 100% einen professionellen Tatsachenverdreher haben. Seine bisherigen Kommentare zeigen dies nach meiner Auffassung!
    Sicher kann man kontrovers diskutieren, aber was er bisher bietet, lässt nur diesen Schluss zu.

    Kommentar


    • #3
      @kunomaus: wenn man fremde Meinung pauschal als "professionelle Tatsachenverdreherei" bezeichnet, dann sollte man diese Behauptungen - Diffamierung auch belegen. Ansonsten picke ich mir das Wort "professionell" als Kompliment heraus 😊
      Ich äußere meine Meinung und versuche diese auch nachvollziehbar zu machen. Wenn man ein Problem damit hat, kann man jederzeit Gegenargumente bringen und versuchen diese zu entkräften. Ich würde es begrüßen,wenn dies so rational und auf einem anständigen Niveau läuft.
      Zuletzt geändert von Anleger100%; 05.05.2017, 12:26.

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      • #4
        @ leblanc: bitte lesen sie meinen Beitrag. Ich habe versucht Belege zu bringen bzw "meine" Ansicht durch geschichtliche Fakten zu untermauern. Keiner hat die Weisheit mit Löffeln gefressen und den kompletten Einblick. Es geht hier mE um Wahrscheinlichkeiten und Möglichkeiten. Sie können sich gerne damit auseinandersetzen.
        Die syrisch-israelische Grenze ist die sicherste im NO. Diese ganze Anti-Israel Rhetorik des Assad-Regimes dienten doch nur dazu, einen äußeren Feind zu kreieren, um die arabische Strasse zu "gewinnen", sich als noch nationalistischer als der rivalisierende irakische Baath-Flügel darzustellen und das irrsinnige Militärbudget dieses Armen Landes zu rechtfertigen, welches in Wahrheit - ja wie man jetzt sieht - nur im eigenen Land gegen die eigene Bevölkerung für den eigenen Machterhalt eingesetzt wurde bzw bei der Besetzung des Libanons oder bei der Hilfe für die USA und Kuwait gegen den Irak im Rahmen von "Desert Storm". Sowohl Clinton, Kerry als auch Obama waren bzw sind stets angetan von Assad und seiner Gattin. Wie auch zugegebenermaßen weite Teile des syrischen Volkes bis 2012. Da man Bashar und Asma als weltoffene und zivilisierter Bürger gesehen hat. Leider hat Bashar durch die einseitige Ausführung ausländischer HegemonialInteressen und das komplette Ignorieren des Freiheitswillen "seines" Volkes diesen Kredit beim Volk verspielt. Dass Obama noch schnell vor seinem Machtwechsel die Iran-Sanktionen gelockert bzw aufgehoben hat, würde ich auch nicht als Zufall bezeichnen.
        Zuletzt geändert von Anleger100%; 05.05.2017, 13:16.

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        • #5
          kunomaus ich kann Ihnen für Ihren Kommentar zu Anleger 100% nur zustimmen.
          Neulich habe ich wieder einmal dieses Zitat gehört: " Wer die Wahrheit nicht erkennt ist ein Dummkopf, wer die Wahrheit erkennt und
          bewusst Lügen verbreitet ist ein Verbrecher". Ich hoffe dies trifft nicht zu.
          Wie sagt Dr. Andreas von Bülow, SPD Bundesminister a.D. jeder Krieg beginnt mit einer Lüge.
          http://quer-denken.tv/2225-kollatera...hen-und-chaos/

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          • #6
            @ Erwin und Kunomaus: Was genau ist denn an meinen Beiträgen gelogen bzw verdreht? Warte noch auf eine einzige überzeugende Antwort 😊 - Bitte!
            Es ist doch kindisch und ein Armutszeugnis, dass eine Kontroverse Meinung nicht widerlegt werden kann, sondern der Übermittler diffamiert und beleidigt wird. Wieso wollen mich einige denn "mundtot" machen?! Sind diese "Herrschaften" denn nicht auf der rationalen Wahrheitssuche? In Wesen Auftrag handeln diese Personen? Wollen sie sich weiterbilden oder verfolgen sie andere Ziele?
            Scheinbar habe ich bei einigen in ein Wespennest gestochen. 😊

            So und jetzt wieder eine inhaltliche Ausrinandersetzung mit dem Thema. Hier wurden schon genug Nebelkerzen geworfen und versucht einer inhaltlichen Auseinandersetzung aus dem Weg zu gehen.
            Zuletzt geändert von Anleger100%; 05.05.2017, 14:42.

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            • #7
              Zitat von Anleger100% Beitrag anzeigen
              So und jetzt wieder eine inhaltliche Ausrinandersetzung mit dem Thema. Hier wurden schon genug Nebelkerzen geworfen und versucht einer inhaltlichen Auseinandersetzung aus dem Weg zu gehen.
              Dann lassen wir mal Ihre Nebelkerzen in Punkt 1-9 aus einer Vergangenheit, die mit der Gegenwart nichts mehr zu tun hat, außen vor und befassen uns mit Punkt 10:

              Die USA hat seit Beginn der Revolution die Massaker stillschweigend geduldet. Darunter auch schon einige Chemiewaffenangriffe wie 2013, wo sie sich nicht an ihre Rote-Linie hielten.
              Welche Massaker meinen Sie? Wenn es um die Massaker der ausländischen, von den USA und ihren Vasallen unterstützten Terroristen geht, haben Sie Recht. Die wurden nicht nur geduldet, sondern durch Bewaffnung der Terroristen erst ermöglicht.

              Dass die Chemiewaffenangriffe 2013 false-flag-Aktionen der Terroristen waren, ist aber mittlerweise erwiesen und kann nicht Assad in die Schuhe geschoben werden. Das stetige Wiederholen einer Lüge macht sie nicht zur Wahrheit, auch wenn Goebbels das mal so gesagt haben soll.

              Weder haben die USA den Rebellen adäquate Waffen geliefert...
              Auch das ist eine glatte Lüge.
              Auf welch ausgeklügelte Weise dem von Wesley Clark als «Frankenstein» apostrophierten Terrormonster systematisch Leben eingehaucht wurde, beschrieb 2014 der renommierte Investigativjournalist Seymour Hersh im «London Review of Books». Dort berichtet er, dass die USA intensiv mit der Türkei, Saudi-Arabien und Katar kooperierten, um das zu schaffen, was die CIA eine ‹Rattenlinie› nennt, einen inoffiziellen Kanal nach Syrien. Diese sogenannte «Rattenlinie» wurde von der Obama-Administration Anfang 2012 autorisiert und wurde dazu benutzt, Waffen und Munition von Libyen via südlicher Türkei und über die syrische Grenze an die Gegner fliessen zu lassen. Dabei spielte es keine Rolle, dass viele derjenigen in Syrien, die letztlich die Waffen bekamen, Dschihadisten waren, einige von ihnen gehörten zu al-Qaida. Das gehörte zur Rattenlinie. Laut den getroffenen Vereinbarungen kam die Finanzierung aus der Türkei, sowie aus Saudi Arabien und Katar; die CIA war mit Unterstützung des MI6 dafür verantwortlich, Waffen aus den Arsenalen von Gaddafi nach Syrien zu bringen. Pensionierte Soldaten, die nicht immer wussten, wer sie wirklich anstellte, wurden angeheuert, um die Beschaffung und den Transport zu bewerkstelligen. Geführt wurde die Operation von David Petraeus, dem Direktor der CIA …
              https://www.lrb.co.uk/v36/n08/seymou...d-the-rat-line
              Zuletzt geändert von Dirk758; 07.05.2017, 10:07.

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              • #8
                Ja, ja, netter Abkenkungsversuch. So einfach ist es auch wieder nicht 😉 Die Punkte 1-9 sind relevant um die Gegenwart adäquat einzuordnen.
                Man kann keinen Sachverhalt analysieren indem man sich nur einzelne Punkte rauspickt und das big picture vernachlässigt.
                Zuletzt geändert von Anleger100%; 08.05.2017, 22:59.

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                • #9
                  Zitat von Anleger100% Beitrag anzeigen
                  Die Punkte 1-9 sind relevant um die Gegenwart adäquat einzuordnen.
                  Man kann keinen Sachverhalt analysieren indem man sich nur einzelne Punkte rauspickt und das big picture vernachlässigt.
                  Netter Ablenkungsversuch.
                  Für die Analyse spielen die Punkte 1-9 (1945-2001) keine Rolle mehr, da sich spätestens 2006 (wahrscheinlich schon 2001 mit der Machtübernahme der Neocons) die Politik der USA in Bezug auf Syrien radikal geändert hat.

                  In jenem Jahr 2006 weihte die US-Außenministerin Condoleeza Rice den neuen türkischen Ölhafen Ceyhan ein und nahm dabei erstmalig in der Öffentlichkeit den Begriff von einem Neuen Nahen Osten in den Mund. Gleichzeitig wurde eine Strategiekarte des Pentagon in die Öffentlichkeit lanciert.
                  Diese Karte verdient, oft und weiter verbreitet zu werden. Nicht nur Syrien so wie es bestand, zu zerschlagen, war also damals längst in konkreten Planungen gereift. Es brauchte nun ein Konzept, die Destabilisierung einzuleiten. Offen war nur die Art der Inszenierung eines „Volksaufstands“.
                  Verlierer dieses Plans waren:
                  Afghanistan, Iran, Iraq, Israel, Kuwait, Pakistan, Qatar, Saudi Arabia, Syria, Turkey, United Arab Emirates, West Bank.
                  Der Schweizer Historiker Daniele Ganser schreibt dazu:
                  „Am Treffen der Bilderberger vom 5. bis zum 8. Juni 2008 in Chantilly, Virginia, in den USA hat US-Außenministerin Condoleeza Rice den Sturz der syrischen Regierung gefordert, berichtet der französische Journalist Thierry Meyssan. Rice sprach im Namen der Bush-Administration. Auch Europäer haben während des Treffens der Bilderberger diesen Plan unterstützt, darunter der deutsche Nahost-Experte Volker Perthes […]. Perthes hat später das Projekt The Day After (TDA) geleitet, das den Sturz von Assad und einen „demokratischen Übergang“ in Syrien forderte.“ ( Illegale Kriege; Daniele Ganser; 2016)
                  Zuletzt geändert von Dirk758; 26.05.2017, 18:38.

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                  • #10
                    Trotzdem ist Al Assad ein verbrecherischer Diktator, der im eigenen Volk verhasst ist und eine ethnische Säuberung in Syrien durchführt. Dieses Ablenkungsmanöver von Assad, dass alles vom Westen gelenkt ist, ist lächerlich. Die Syrer haben einfach die Nase voll von diesem iranischen Lakaien.

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                    • #11
                      Komisch, dass Tunesien und Ägypten in ihrer Liste fehlen...
                      wer war hier denn am Umsturz beteiligt?! Denn offensichtlich trauen sie es dem eigenen Volk ja wohl nicht zu. Komisch dass aber Tunesiens ben-Ali und ägyptens Mubarak pro-Westlich waren 😉

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                      • #12
                        Zitat von Anleger100% Beitrag anzeigen
                        Trotzdem ist Al Assad ein verbrecherischer Diktator, der im eigenen Volk verhasst ist und eine ethnische Säuberung in Syrien durchführt. Dieses Ablenkungsmanöver von Assad, dass alles vom Westen gelenkt ist, ist lächerlich. Die Syrer haben einfach die Nase voll von diesem iranischen Lakaien.
                        Jaja... und die Zitronenfalter falten Zitronen

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